Hertha BSC: Bruno Labbadia vermisst echten Konkurrenzkampf im Team

Berlin - Zu wenig Konkurrenzkampf bei Hertha BSC! Vor dem Kracher gegen den FC Bayern München am Sonntag um 18 Uhr (Sky) in der Allianz Arena stellt sich die Mannschaft von Coach Bruno Labbadia (54) quasi von selbst auf.

Hertha-Coach Bruno Labbadia (54) ist unzufrieden mit der aktuellen Kader-Situation und vermisst einen echten Konkurrenzkampf im Team.
Hertha-Coach Bruno Labbadia (54) ist unzufrieden mit der aktuellen Kader-Situation und vermisst einen echten Konkurrenzkampf im Team.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Neben Arne Maier (21), der aufgrund einer Innenbandverletzung im Knie längere Zeit ausfallen wird, fehlen den Blau-Weißen im Bundesliga-Spiel gegen die Bayern auch Javairo Dilrosun (22) und Karim Rekik (25) mit Oberschenkelproblemen sowie Mathew Leckie (29) mit Nackenbeschwerden.

Zudem bemängelte Labbadia bei der Pressekonferenz am Freitag den fehlenden Konkurrenzkampf in der Mannschaft.

"Konkurrenzkampf stelle ich mir anders vor, dann hätten wir mehr Auswahl. Ich sehe das nicht so, dass wir einen Riesen-Konkurrenzkampf haben."

Einen Grund dafür sieht er in der bisher unbefriedigend verlaufenen Transferperiode: "Fakt ist, dass wir uns die Transferperiode anders gewünscht haben. Das ist eine der schwierigsten Transferperioden, die ich je erlebt habe als Trainer."

"Egal, bei welchem Spieler du anfragst, selbst wenn er gerade mal ein halbes Jahr gespielt hat und du ein Talent in ihm siehst, kostet er 10 oder 15 Millionen. Das ist einfach nicht normal", führt der Übungsleiter der Berliner mürrisch aus.

Windhorst-Millionen als Problem für neue Transfers bei Hertha BSC?

Hertha-Manager Michael Preetz (53) hat nachdrücklich ausgeschlossen, dass es während der Pandemie zu überteuerten Transfers bei der Alten Dame kommen wird.
Hertha-Manager Michael Preetz (53) hat nachdrücklich ausgeschlossen, dass es während der Pandemie zu überteuerten Transfers bei der Alten Dame kommen wird.  © Jan-Philipp Burmann/Hertha BSC via City-Press GmbH/dpa

Natürlich wissen die anderen Vereine, mit denen die Alte Dame über mögliche Wechsel verhandelt, um die millionenschwere Finanzspritze von Investor Lars Windhorst (43). Dementsprechend steigen dann die Ablöseforderungen.

Ein weiterer Grund für die schwierige Transfer-Situation liegt zweifelsohne in der Corona-Krise, denn die meisten Vereine versuchen ihre Kader zusammenzuhalten und wollen Leistungsträger nicht ohne weiteres abgeben.

Zu dieser Thematik äußerte sich auch Manager Michael Preetz (53) nachdrücklich: "Es ist unsere Verantwortung sehr, sehr, sehr genau zu überlegen, was wir machen!"

"Es gehört zu unseren Aufgaben, mit unserem Budget verantwortungsbewusst umzugehen – gerade in Zeiten einer Pandemie. Es ist richtig, dass wir mehr Geld als früher haben, aber es gab zuletzt Zahlen, die wir so einfach nicht mitmachen werden."

Im Klartext bedeutet das, dass die Berliner in naher Zukunft auf keinen Fall eine Ablösesumme zahlen werden, die jenseits von 30 Millionen Euro liegt. Bis zur Transfer-Deadline am 5. Oktober bleibt den Verantwortlichen aber nicht mehr viel Zeit, um die Baustellen im Kader anzugehen, die sich insbesondere im zentralen Mittelfeld und auf den offensiven Flügelpositionen befinden.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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