Hertha will nachlegen! Mit Kapitän Dedryck Boyata?

Berlin - Schon mit der Aufstellung hatte Bruno Labbadia (54) überrascht. Statt Dedryck Boyata (30) und Jordan Torunarigha (23) hieß das Abwehrgespann von Hertha BSC Niklas Stark (25) und Omar Alderete (24).

Bayerns Thomas Müller (31, l.) und Herthas Dedryck Boyata (30) kämpfen um den Ball.
Bayerns Thomas Müller (31, l.) und Herthas Dedryck Boyata (30) kämpfen um den Ball.  © Sven Hoppe/dpa

Vor allem mit dem Startelfeinsatz von Alderete dürften die wenigsten gerechnet haben. Torunarigha konnte seine beiden Fehler gegen den SC Freiburg (1:4) offenbar nicht richtig abschütteln. Der Paraguayer habe einen etwas besseren Eindruck gemacht und nutze seine Chance. Er war gegen Schalke robust in den Zweikämpfen, eng am Mann und überzeugte im Spielaufbau.

Abwehrchef Boyata hingegen fehlte verletzungsbedingt. Ob sein Kapitän am Sonntag bei Arminia Bielefeld (18 Uhr/Sky) wieder zur Verfügung steht, ließ Labbadia noch offen. "Da müssen wir noch ein bisschen vorsichtig sein", sagte der Hertha-Trainer in einer digitalen Medienrunde.

Der Belgier hatte sich die Fußverletzung bereits bei der Nullnummer gegen den 1. FSV Mainz 05 zugezogen, anschließend aber auch die Partie gegen den SC Freiburg (1:4) noch bestritten.

Die Hoffnungen, dass die freien Tage über Weihnachten reichen würden, um die Blessur auszukurieren, zerschlugen sich. Wann der 30-Jährige zurückkehrt, ist offen.

Santiago Ascacibar trainiert wieder, ist aber noch keine Option

Santiago Ascacibar (23) hat diese Saison noch keine Sekunde gespielt.
Santiago Ascacibar (23) hat diese Saison noch keine Sekunde gespielt.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Im Gegensatz zu Santiago Ascacibar (23) und Eduard Löwen (23) konnte Boyata auch am Mittwoch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Ein Einsatz dürfte für den 23-Jährigen aber nach seiner langen Verletzungspause zu früh kommen.

Hertha will auch ohne den belgischen Nationalspieler und argentinischen Abräumer, der unter Labbadia erst einmal gespielt hatte, die Entwicklung weiter vorantreiben.

"Wir sind auf dem Weg", sagte der Hertha-Trainer. "Der Weg beinhaltet auch immer mal wieder eine Delle", betonte der 54-Jährige angesprochen auf den schwachen Abschluss vor der Winterpause.

Die Klatsche in Freiburg und das torlose Remis gegen Mainz 05 habe den zuvor guten Eindruck kaputt gemacht. Für das neue Jahr sollten die Ausschläge nach unten etwas kleiner und die Ausschläge nach oben größer werden: "Wir wollen da weitermachen, wo wir gegen Schalke aufgehört haben".

Damit das auch auf der Bielefelder Alm gelingt, schwört Labbadia sein Team auf den Aufsteiger ein. "Die Arminia hat sehr enge Ergebnisse gegen gute Mannschaften erzielt." So habe auch der Tabellensiebte Borussia Mönchengladbach am vergangenen Samstag nur knapp gegen Bielefeld gewonnen, sagte der Hertha-Trainer.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0