Darum ist Mathew Leckie bei Hertha plötzlich wieder wichtig

Berlin - Als die Hertha-Fans vergangenen Freitag die Aufstellung sahen, rieben sich so manche verwundert die Augen. Anstelle von Matheus Cunha (21), Javairo Dilrosun (22) oder auch Maximilan Mittelstädt (23) beackerte Mathew Leckie (29) die linke Außenbahn. 

Mathew Leckie ist bei Hertha wieder gefragt.
Mathew Leckie ist bei Hertha wieder gefragt.  © Andreas Gora/dpa

Der Australier, der normalerweise auf dem rechten Flügel unterwegs ist, galt vor der Saison als klassischer Verkaufskandidat. Der 29-Jährige kommt bei Hertha BSC über die Reservistenrolle nicht mehr hinaus. 

In der turbulenten vergangenen Saison kam der Flügelflitzer zu sieben Einsätzen, davon stand er nur einmal in der Startelf (1. Spieltag).

"Ich hatte das Gefühl, es würde ein schwieriges Jahr werden. Ich habe schon am Saisonbeginn darüber nachgedacht, den Klub zu verlassen. Aber meine Frau war schwanger. Deswegen habe ich mich entschieden, noch eine Saison hier zu bleiben", hegte Leckie bereits im Mai im "Fox Football Podcast" Abschiedsgedanken.

Doch der Flügelflitzer ist plötzlich wieder gefragt. Gegen Bremen könnte Leckie erneut in der ersten Elf stehen. Dilrosun ist verletzt und wird den Saisonauftakt verpassen.

In Braunschweig machte der 63-fache australische Nationalspieler ordentlich Betrieb, schob immer wieder an und bereitete das zwischenzeitliche 2:2 durch Cunha vor. 

Beinah hätte er seine Leistung mit einem Treffer gekrönt, doch Keeper Jasmin Fejzic kratze seinen Kopfball aus dem Winkel. Allerdings hatte Leckie gemeinsam mit Rekik auch den Elfmeter kurz vor der Pause verursacht.

"Mathew ist einer, der viele Dinge hat, aber leider nicht immer abruft", sagte Bruno Labbadia (54) auf der Pressekonferenz. "Jetzt liegt es daran sein Potenzial auf dem Platz zu zeigen, weil er einfach viele Dinge hat. Er ist dynamisch, hat einen guten Schuss und für seine Größe auch einen richtig überragenden Kopfball."

Ob er aber tatsächlich wieder von Anfang an auflaufen wird, hängt auch von der taktischen Ausrichtung ab. Das gleiche gilt für Maximilian Mittelstädt, der zuletzt im zentralen Mittelfeld gespielt hatte. Auch Matheus Cunha könnte mit Krzysztof Piatek (25) und Dodi Lukebakio (22) einen gefährlichen Dreiersturm bilden. Ein Startelf-Einsatz von Neueinkauf Jhon Cordoba (27) dürfte hingegen noch zu früh kommen. 

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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