24-Mio.-Stürmer außen vor: Darum sitzt Hertha-Star Piatek nur auf der Bank

Berlin - Der Jubel war groß, als Krzysztof Piatek (25) das erste Mal im Olympiastadion auflief. 24 Millionen Euro überwies Hertha BSC an den AC Milan. Auf den Durchbruch wartet der Stürmer aber noch bis heute. 

Krzysztof Piatek (r.) von Hertha BSC gegen Daichi Kamada von Eintracht Frankfurt.
Krzysztof Piatek (r.) von Hertha BSC gegen Daichi Kamada von Eintracht Frankfurt.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Stand der 25-Jährige zum Auftakt gegen Werder Bremen noch in der Startelf, sitzt er seit Wochen nur noch auf der Bank. Jhon Cordoba (27) hat dem Polen den Rang abgelaufen und seine Chance genutzt. In sechs Spielen gelangen dem bulligen Angreifer bereits drei Treffer. 

Auf den berühmten Pistolen-Jubel müssen die Hertha-Fans bislang verzichten. Piatek (erst 146 Minuten Spielzeit) wartet noch auf ein Erfolgserlebnis. 

Fremdelte Herthas Nummer neun, der sich vor allem in Italien einen Namen gemacht hat, zu Beginn noch mit der Bundesliga, scheint er unter Bruno Labbadia (54) außen vor zu sein.

Nach dem Re-Start setzte der Hertha-Coach auf die Erfahrung von Vedad Ibisevic (36). Erst zum Ende der Rückrunde hatte polnische Nationalspieler seinen Stammplatz sicher - und verlor ihn prompt an Cordoba.

Der Ex-Kölner, der auch mal lange Bälle festmachen kann, scheint besser in das System von Labbadia zu passen. Der ehemalige Italien-Legionär wiederum hat seine Stärken vor allem im Strafraum.

"Er ist ein extrem guter Abschlussspieler. Wir schaffen es noch nicht, ihn in die Positionen zu bringen, damit seine Stärken zum Tragen kommen", erklärt Labbadia auf der Pressekonferenz und nimmt den Stürmer in die Pflicht: "Er muss an Dingen arbeiten, damit er auch in das Spiel mit reinkommt."

Krzysztof Piatek ist diese Saison noch ohne Tor

Krzysztof Piatek (l.) und Jhon Cordoba auf dem Platz. Der Pole hat seinen Stammplatz an den Kolumbianer verloren.
Krzysztof Piatek (l.) und Jhon Cordoba auf dem Platz. Der Pole hat seinen Stammplatz an den Kolumbianer verloren.  © Andreas Gora/dpa

Bislang ist es eine Saison zum Vergessen. Schon der Start hätte nicht unglücklicher verlaufen können. Weil der Goalgetter mit der polnischen Nationalmannschaft ins Risikogebiet reiste, musste er anschließend für fünf Tage in Quarantäne und verpasste somit das Pokal-Spiel bei Eintracht Braunschweig (4:5).

Labbadia will ihm in einem Einzelgespräch noch einmal explizit zeigen, was genau er von dem Torjäger verlangt: "Der Vorteil ist, dass er im Training immer wieder zeigt: 'Er will das'".

Zum einen muss der Trainer schauen, wie die Mannschaft ihn besser ins Spiel einbinden kann und Piatek daran arbeiten, dass er häufiger in die Situationen kommt, wo er seine Stärken ausspielen kann. 

"Dann wird auch er über kurz oder lang uns helfen können", ist der Hertha-Coach sicher.   

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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