Hertha-Derbyheld droht die Bank: Welcher Star macht den Unterschied?

Berlin - Im Hinspiel wurde Krzysztof Piatek (25) noch zum Spieler des Spiels. Mit einem Doppelpack drehte der Pole noch die Partie. Der 1. FC Union Berlin erwischte den besseren Start, ging mit dem ersten Torschuss der Partie durch Taiwo Awoniyi (23) nicht unverdient in Führung.

Herthas Krzysztof Piatek (25) entschied das Hinspiel mit einem Doppelpack. In der Alten Försterei droht dem Polen die Bank.
Herthas Krzysztof Piatek (25) entschied das Hinspiel mit einem Doppelpack. In der Alten Försterei droht dem Polen die Bank.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild POOL/dpa

Erst mit einem Mann weniger kippte das Spiel. In Hälfte zwei drehte Hertha BSC auf, erzielte nur kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich, ehe Piatek zum Derbyhelden wurde. Dennoch droht dem 25-Jährigen am Ostersonntag (18 Uhr/Sky) die Bank!

Schon gegen Bayer 04 Leverkusen (3:0) musste der Ex-Milan-Star zunächst nur zuschauen. Dodi Lukebakio (23) erhielt den Vorzug und trumpfte groß auf. Pal Dardai (45) hat nach dem überzeugenden 3:0 wenig Gründe zum Wechseln. "Wenn er so spielt, muss man Dodi lieben", lobte der Coach den Flügelstürmer.

24-Millionen-Stürmer Piatek müsste damit erneut erstmal draußen sitzen. Das muss allerdings aus Sicht der Hertha nichts schlechtes heißen. Er ist der Top-Joker der Alten Dame. Vier seiner sechs Saisontore erzielte der Goalgetter nach einer Einwechslung - davon zwei im Hinspiel.

Kurios: In den bisherigen drei Bundesliga-Duellen siegte bisher immer das Heimteam. Die Blau-Weißen werden alles daran tun, endgültig die Stadtmeisterschaft zu verteidigen - nicht nur, weil sie das bislang einzige Bundesliga-Haupstadt-Duell in der Alten Försterei verloren haben.

"Die Jungs brauchen keine Extra-Motivation, es ist ein Derby. Wir spielen für unsere Fans und unseren Ruf. Aber wir gehen mit dieser Einstellung bis Saisonende ohnehin in jede Partie", kündigte Dardai an.

Hertha BSC hofft auf Matheus Cunha, der 1. FC Union Berlin auf Max Kruse

Matheus Cunha (l./21)) beendete gegen Leverkusen seine Torflaute. Unions Max Kruse (32) kommt nach seiner Verletzung immer besser in Fahrt.
Matheus Cunha (l./21)) beendete gegen Leverkusen seine Torflaute. Unions Max Kruse (32) kommt nach seiner Verletzung immer besser in Fahrt.  © Tobias Schwarz/AFP-Pool/dpa

Bei Union werden die Augen vor allem auf Pechvogel Robert Andrich (26) und Max Kruse (32) gerichtet sein. Letzterer hatte sich in der Schlussphase verletzt und fiel über zwei Monate aus. Inzwischen nähert sich der ehemalige Bremer immer mehr seiner Top-Form von vor der Verletzung an. In den letzten vier Spielen traf er viermal (10 Tore in 14 Spielen).

Ex-Herthaner Andrich hingegen wurde erst mit seiner Roten Karte aus dem Hinspiel und seinem kuriosen Eigentor bei Eintracht Frankfurt (2:5) zur tragischen Figur.

"Es war brutal ärgerlich. Wir waren bis zum Rot die bessere Mannschaft. Mir persönlich hat das schon drei, vier Tage weh getan. Aber so was passiert, wenn man seinen Gegenspieler nicht sieht", sagte der 26-Jährige der B.Z.

Ausgerechnet gegen den Stadtrivalen kann Union den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt machen. Während sich die Eisernen berechtigte Hoffnungen auf Europa machen können, steckt Hertha weiter knietief im Abstiegskampf.

Doch auch wenn sich die Machtverhältnisse in der Stadt etwas gedreht haben, bleibt die Alte Dame gefährlich. Das liegt vor allem an der Südamerika-Kombo Matheus Cunha (21) und Jhon Cordoba (27). "Cordoba setzt wuchtig seinen Körper ein. Cunha ist variabler, er lässt sich auch mal ins Mittelfeld fallen", weiß Union-Verteidiger Robin Knoche (28) um die Stärken der Angreifer.

Gerade Cunha gehörte gegen Leverkusen wieder einmal zu den auffälligsten Herthanern. Pünktlich vor dem Derby beendete der Brasilianer seine Torflaute von zuvor über 1000 Minuten. Entscheidet er nun das Derby oder hat die Heimserie weiter Bestand?

Titelfoto: Tobias Schwarz/AFP-POOL/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild POOL/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0