Hertha droht der "linke" Totalausfall: Saison-Aus für Ascacibar

Berlin - Den späten Punkt in Leipzig hat sich Hertha BSC möglicherweise teuer erkauft. Sowohl der Einsatz von Marvin Plattenhardt, als auch der von Maximilan Mittelstädt sind ungewiss. 

Maximilian Mittelstädt ( und Marvin Plattenhardt drohen das Spiel gegen Augsburg zu verpassen.
Maximilian Mittelstädt ( und Marvin Plattenhardt drohen das Spiel gegen Augsburg zu verpassen.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa

Plattenhardt musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden, konnte aber unmittelbar zuvor noch die Vorlage zum 1:0 durch Grujic geben

Später musste noch Verteter Mittelstädt wegen eines Schlags auf dem Oberschenkel behandelt werden. Beide Linksverteidiger drohen gegen Augsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auszufallen.

Die Alternativen sind gering. Die naheliegendste Lösung wäre Torunarigha nach links zu ziehen, doch auch im Abwehrzentrum ist die Personaldecke derzeit dünn. Rekik fehlt auch gegen den FCA, Stark kann weiterhin nur individuell trainieren. 

Labbadia würde das eingespielte Abwehrduo Boyata/Torunarigha ohnehin nur ungern auseinander reißen. "Momentan macht Jordan einen sehr guten Eindruck, beiden haben sich ein Stück weit eingespielt", sagte der 54-Jährige auf der Pressekonferenz. 

Bauchschmerzen hat der Hertha-Coach allerdings nicht. Mit Luca Netz (17) und Dardai-Sohn Marton Dardai (18) hat Labbadia zwei hoffnungsvolle Talente in den eigenen Reihen. 

"Wir hätten Marton direkt reingebracht", sagte Herthas nun schon vierter Trainer, als Mittelstädt behandelt werden musste. "Es ist für uns nichts Außergewöhnliches, einen 18-Jährigen reinzuwerfen, wenn er gebraucht wird und wir das Potenzial sehen. Und das sehen wir bei Marton." 

Santiago Ascacibar fällt für den Rest der Saison aus

Santiago Ascacibar fällt für den Rest der Saison aus.
Santiago Ascacibar fällt für den Rest der Saison aus.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Labbadia erweist sich für Hertha mehr und mehr als Glücksgriff. Drei Spiele absolvierten die Berliner in der Bundesliga unter seiner Führung: keines ging verloren, zwei Siege und am Mittwochabend das respektable 2:2 beim Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig. 

"Im Nachhinein war es sicherlich richtig, dass wir diese Entscheidung vorgezogen haben", betonte Manager Michael Preetz mit Blick auf die Trainer-Personalie und lobte auch die Fitness der Mannschaft.

Labbadia lobte wiederum die Einstellung der Spieler. "Die Mannschaft hat bedingungslos umgesetzt, was wir wollten." 

Rückendeckung gab es erneut für Keeper Rune Jarstein, der mit einer Slapstick-Einlage Leipzig in Führung gebracht hatte. 

"Der braucht sich keinen Kopf machen", betonte sein Coach nach seinem Patzer. Eine Torwartdiskussion wird es aber trotz des erneuten Fehlers nicht geben. "Er soll seine Qualitäten reinwerfen und ich bin mir sicher, dass er das am Samstag auch machen wird."

Für einen ist die Saison allerdings bereits gelaufen: Santiago Ascacibar. Der Winter-Neuzugang muss mit einem Air-Walker seinen Fuß ruhig stellen.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa

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