Heim-Klatsche für Hertha: Zehn Berliner unterliegen Frankfurt

Berlin - Nächste Pleite für Hertha BSC. Nach einem schwachen Spiel müssen sich die Berliner gegen Eintracht Frankfurt mit 1:4 (1:0) geschlagen geben. Mit Per Skjelbred und Dedryck Boyata fehlen der Hertha zwei zweitere wichtige Spieler im Saisonendspurt.

Krzysztof Piatek (l.) jubelt mit Vedad Ibisevic über seinen Treffer zum 1:0.
Krzysztof Piatek (l.) jubelt mit Vedad Ibisevic über seinen Treffer zum 1:0.  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Krzysztof Piatek hatte Hertha in Führung gebracht (24. Minute). Bas Dost erzielte den Ausgleich (51.), ehe André Silva (62/86.) und Evan N'Dicka (68.) die Partie für die Eintracht drehen konnte. Dedryck Boyata sah noch vor der Pause wegen einer Notbremse die Rote Karte (45.).

Von Verletzungen geplagt nahm Bruno Labbadia nach dem 0:1 bei Borussia Dortmund drei Veränderungen vor. Marvin Plattenhardt kehrte nach seiner Gehirnerschütterung zurück, Krzysztof Piatek und Arne Maier spielten unter dem neuen Chefcoach erstmals von Anfang an. 

Dodi Lukebakio saß nur auf der Bank. Maximilan Mittelstädt (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Javairo Dilrosun (Oberschenkelverletzung) fehlen für den Rest der Saison. 

Sein Gegenüber Adi Hütter tauschte kräftig durch und nahm gleich sieben Veränderungen vor. 

Hertha musste sich erstmal an das neue System mit Doppelspitze gewöhnen. Die Berliner fanden in den ersten 20 Minuten so gut wie nicht statt. Frankurt machte die Räume eng, sodass sich das Geschehen meist im Mittelfeld abspielte. 

Erst nach 24 Minuten hatten die Berliner ihre erste Chance. Grujic prüfte Trapp aus spitzem Winkel. Weil Frankfurt nicht richtig klären konnte, blieben die Hausherren dran - und wie!

Bast Dost, André Silva und N'Dicka drehen die Partie

Vedad Ibisevic (l.) im Zweikampf mit Frankfurts Evan N'Dicka.
Vedad Ibisevic (l.) im Zweikampf mit Frankfurts Evan N'Dicka.  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Piatek behauptete klasse den Ball, tankte sich gegen zwei Franfurter durch und blieb vor Trapp eiskalt - 1:0 (24.) Unmittelbar zuvor hatte Sow die große Chance die Gäste in Führung zu bringen (23.).

Zehn Minuten später hatte Labbadia den nächsten Verletzten zu beklagen. Für Skjelbred ging es nicht mehr weiter. Der Abräumer wurde durch den 18-jährigen Samardzic ersetzt. 

Kurz vor der Pause erhöhten die Gäste noch einmal den Druck. Über Umwege landete der Ball plötzlich bei völlig freien Kamada. Der Japaner konnte aber Jarstein nicht überwinden.

Dann wurde es aber doch noch einmal richtig brenzlig. Bas Dost wurde in die Gasse geschickt, Boyata fuhr ihm allerdings in die Hacken (45.). Schiedsrichter Robert Hartmann entschied erst auf Elfmeter, sowie Gelb-Rot für Boyata, revidierte aber seine Entscheidung nach Sichtung der Bilder.

Das Foul war knapp vor dem Strafraum, dennoch musste Boyata schließlich wegen einer Notbremse mit glatt Rot vom Platz. Der anschließende Freistoß von Kostic wurde erst geblockt, der zweite Versuch stricht knapp über das Gehäuse.

Nach dem Seitenwechsel brauchten die Hessen nicht lange um nun endgültig zurückzuschlagen. Eine Kopfballverlängerung von André Silva verwertete Bas Dost mit einem langen Bein zum verdienten Ausgleich - 1:1 (51.).

In Überzahl ließen die Gäste Ball und Gegner laufen. Hertha beschränkte sich aufs Verteidigen und versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen. Ein Geniestreich von Kamada reichte aber um die Parte komplett zu drehen. Der Japaner dribbelte sich durch den Hertha-Strafraum und bediente André Silva. Per Hacke drückte der Joker den Ball über die Linie - 1:2 (62.).

Nur sechs Minuten später machte die Eintracht alles klar. N'Dicka traf per Flacchschuss zum 1:3 (68.). Die Berliner gaben sich zwar noch nicht geschlagen, konnten aber Trapp aber nicht mehr gefährlich werden. Stattdessen sorgte erneut Silva für die am Ende deutliche Heimniederlage - 1:4 (86.).

Titelfoto: John Macdougall/AFP-Pool/dpa

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