Abgang oder neuer Hertha-Vertrag: Entscheidet sich heute die Zukunft von Ibisevic?

Berlin - Bleibt er oder geht er? Während Hertha BSC den Vertrag mit Routinier Peter Pekarik bereits verlängert hat, ist die Entscheidung bei Vedad Ibisevic noch nicht gefallen. Zum 30. Juni 2020 ist sein Vertrag ausgelaufen, verabschiedet wurde der Goalgetter aber nicht.

Davie Selke (l.) kämpft mit Werder Bremen um den Klassenerhalt. Die Zukunft von Vedad Ibisevic (36) bei Hertha BSC ist weiter unklar.
Davie Selke (l.) kämpft mit Werder Bremen um den Klassenerhalt. Die Zukunft von Vedad Ibisevic (36) bei Hertha BSC ist weiter unklar.  © Carmen Jaspersen/dpa, Tom Weller/dpa

Sowohl Pekarik als auch Ibisevic gehören zu den absoluten Gewinnern unter Bruno Labbadia. Vor allem der Slowake erlebte unter dem neuen Hertha-Coach seinen dritten Frühling. 

Unaufgeregt beackerte der 33-jährige Pekarik die rechte Seite und entdeckte plötzlich auch seine Offensivqualitäten. 

Die Belohnung: Der Rechtsverteidiger geht in sein nun schon neuntes Jahr.

Auch Ibisevic lieferte fleißig Argumente für eine Fortsetzung seiner Zeit in Berlin. Mit fast 36 Jahren hat der Bosnier das Toreschießen noch nicht verlernt. Gegen Borussia Mönchengladbach (1:2) erzielte Herthas Kapitän sein siebtes Saisontor und zog in der internen Torjägerliste mit Dodi Lukebakio gleich.

Zwischenzeitlich verdrängte der Vedator Ex-Milan-Star Krzysztof Piatek auf die Bank. "Ob ich in Berlin bleibe, weiß ich nicht. Ich kann meinen Vertrag ja nicht selbst verlängern. Wir haben aber schon geredet, und die Leute kennen meine Meinung", sagte Ibisevic nach dem Saisonfinale in Gladbach.

Ein Abgang ist dabei ebenso möglich wie eine erneute Vertragsverlängerung um ein Jahr. "Wir werden uns mit ihm zusammensetzen. Wir sind da sehr offen", so Labbadia. "Er hat bei mir in Stuttgart schon viele Tore gemacht. Aber es geht auch um die Frage, wo wollen wir hin."

Dass bislang keine Entscheidung gefallen ist, könnte auch an der Relegation liegen. Werder Bremen steht nach einem schwachen Auftritt im Hinspiel (0:0) mit dem Rücken zur Wand. Das Beste daran ist allerdings das Ergebnis. Ein 1:1 würde Werder schon reichen. 

Steigt der Bundesligist aber am heutigen Montag beim 1. FC Heidenheim ab, kehrt auch Davie Selke zurück. Die Kaufpflicht für die Leihgabe greift nur, wenn die Hanseaten in diesem und im nächsten den Klassenerhalt schaffen.

Mit Selke, Piatek und Ibisevic hätte Hertha plötzlich ein Überangebot an Mittelstürmern. Zumal auch Stürmer-Juwel Redan nach seiner Leihe nach Groningen wieder in Berlin ist.   

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa, Tom Weller/dpa

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