Zieht es Fredi Bobic jetzt zu Hertha BSC?

Berlin - Wie schnell es im Fußball gehen kann, zeigt das Beispiel Fredi Bobic (49). Vergangene Woche sah es noch aus, als würde Sportdirektor Arne Friedrich (41) dauerhaft die Nachfolge von Michael Preetz (53) antreten. Jetzt ist die Wunschlösung anscheinend doch zum Greifen nahe.

Fredi Bobic (49) will Eintracht Frankfurt nach fast fünf Jahren verlassen.
Fredi Bobic (49) will Eintracht Frankfurt nach fast fünf Jahren verlassen.  © Tom Weller/dpa

Der 49-Jährige will Eintracht Frankfurt überraschend verlassen. Laut Sky sprechen beide Seiten nun über die Auflösung seines Vertrages.

Bislang ist man in der Rheinmetropole davon ausgegangen, dass der langjährige Ex-Profi seinen noch zwei Jahre gültigen Kontrakt erfüllt.

"Fredi hat einen Vertrag. Ich bin jemand, der auf Vertragstreue großen Wert legt. Ich denke, dass wir auch so ein Verhältnis haben. Wir haben fünf Jahre lang ein offenes, sehr kollegiales, sehr sauberes und erfolgreiches Verhältnis gehabt," hatte Eintracht-Präsident Peter Fischer noch vergangene Woche bei Sky erklärt.

Führt der Weg nun zu Hertha BSC? Der Name Bobic geistert schon seit längerem durch Berlin. Er wäre der perfekte Nachfolger für den entlassenen Ex-Hertha-Manager Preetz.

In seinen nun fast fünf Jahren als Sport-Vorstand bei der Eintracht formte er die Hessen zu einer angesehenen Adresse in Europa. Viel mehr scheint nicht mehr möglich.

Hertha BSC sucht Nachfolger für Michael Preetz

Michael Preetz (l.) und Bruno Labbadia mussten nach der sportlichen Talfahrt bei Hertha BSC ihre Koffer packen.
Michael Preetz (l.) und Bruno Labbadia mussten nach der sportlichen Talfahrt bei Hertha BSC ihre Koffer packen.  © Odd Andersen/AFP-POOL/dpa

Frankfurt gewann den DFB-Pokal, verpasste denkbar knapp den Einzug ins Europa-League-Finale und ist auf bestem Wege im nächsten Jahr in der Champions League zu spielen.

Doch warum ein Wechsel vom derzeitigen Tabellenvierten zum akut abstiegsgefährdeten Tabellenfünfzehnten? Bobic selbst hat Berliner Vergangenheit. Von 2003 bis 2005 ging er für die Blau-Weißen auf Torejagd. Kurios: Schon damals wurde er als Nachfolger des Hertha-Rekordtorschützen Michael Preetz verpflichtet.

Dazu passt: Seine Frau lebt auch heute noch in Berlin. Zudem pflegt er mit Hertha-Boss Carsten Schmidt (57), der den Hauptstadt-Klub neu aufstellen will, ein gutes Verhältnis.

Hertha steckt zwar tief im Abstiegskampf, hat mit Investor Lars Windhorst (44) aber noch ganz andere Möglichkeiten.

Das Projekt scheint ihn zu reizen. Formt er aus der Alten Dame doch noch den Big City Club?

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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