7-Tore-Spektakel! Hertha geht nach Führung gegen den BVB und Viererpacker Haaland unter

Berlin - Haaland-Wahnsinn in Berlin! Hertha BSC hat sein Heimspiel gegen Borussia Dortmund mit 2:5 (1:0) verloren. Mann des Abends ist wieder einmal Erling Haaland!

Herthas Matteo Guendouzi (l.) im Zweikampf mit Julian Brandt.
Herthas Matteo Guendouzi (l.) im Zweikampf mit Julian Brandt.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Matheus Cunha hatte Hertha in Führung gebracht (33. Minute). Innerhalb von 15 Minuten drehte Erling Haaland mit seinen Treffern zum 1:1(47.), 2:1(49.) und 3:1 (62.) die Partie.

Raphaël Guerreiro erhöhte auf 4:1 (70.), ehe Cunha noch einmal verkürzen konnte (79.), doch Haaland machte mit dem 5:2 seinen Viererpack perfekt (80.).

Im Vergleich zum überzeugenden 3:0 beim FC Augsburg nahm Bruno Labbadia nur eine Veränderung vor. Krzysztof Piatek ersetzte den verletzten Stoßstürmer Jhon Cordoba.

Beim BVB konnte Lucien Favre auf seinen wichtigsten Angreifer bauen. Erling Haaland stand nach dem Quarantäne-Theater erwartungsgemäß in der Startelf.

Dortmund wollte von Beginn an die Initiative übernehmen. Der erste Abschluss gehörte aber den Hausherren, die in einem Sondertrikot aufliefen. Dodi Lukebakio hatte viel Platz und versuchte es aus der Distanz. Es dauerte bis zur 17. Minute ehe auch die Gäste erstmals gefährlich werden konnten. Haaland nahm den Ball mit einer tollen Bewegung mit und konnte im letzten Moment noch geblockt werden. Anschließend entschärfte Schwolow gegen Reus die Situation.

Ersichtlich wurde: Labbadia hatte seine Mannschaft bestens auf den BVB angestellt. Die Berliner machten die Mitte dicht, waren giftig in den Zweikämpfen und ließen die gefürchtete Dortmunder Offensive kaum zur Entfaltung kommen. Stattdessen suchte auch Hertha immer wieder den Weg nach vorne.

Die Startelf von Hertha BSC

Die Anfangsformation von Borussia Dortmund

Matheus Cunha bringt Hertha BSC in Führung, Erling Haaland dreht die Partie für Borussia Dortmund

Matheus Cunha (l.) jubelt mit Dodi Lukebakio nach seinem Treffer zum 1:0.
Matheus Cunha (l.) jubelt mit Dodi Lukebakio nach seinem Treffer zum 1:0.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Gerade als die Gäste etwas stärker wurden, schlug der Hauptstadt-Klub eiskalt zu. Lukebakio konnte den zweiten Ball festmachen und bediente Cunha. Der Brasilianer fackelte nicht lange und zog aus rund 20 Metern ab. Keine Chance für Bürki - 1:0 (33.)

Der BVB schüttelte sich aber nur kurz und erhöhte dann die Schlagzahl. Sekunden vor dem Pausenpfiff war Guerreiro nach einer tollen Kombination plötzlich durch, doch statt selber abzuschließen, legte der Portugiese noch einmal quer. Haaland konnte das Spielgerät aber nicht richtig kontrollieren. Glück für die Hertha!

Nur wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel stand der Norweger allerdings goldrichtig. Can überlief die Abwehr, spielte scharf in die Mitte, wo Haaland nur noch den Fuß hinhalten musste - 1:1 (47.).

Für Hertha wurde es nun richtig bitter. Erst wurde Pekarik von Guendouzi klasse in Szene gesetzt, dann schlug Haaland erneut zu. Brandt steckte auf den Torjäger durch, frei vor Schwolow ließ er sich die Chance nicht nehmen und jagte die Kugel in die lange Ecke - 2:1 (49.).

Innerhalb von zwei Minuten hatte der Champions-League-Teilnehmer die Partie gedreht.

Borussia Dortmunds Top-Stürmer Erling Haaland schießt Hertha BSC mit einem Viererpack ab

Erling Haaland wurde mit einem Vierpack zum Mann des Abends.
Erling Haaland wurde mit einem Vierpack zum Mann des Abends.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

In der Folge hatten die Berliner an dem Blitz-Rückstand zu knabbern. Doch das sollte es noch nicht gewesen sein. Die Haaland-Show ging noch weiter. Der Norweger sprintete nach einem unnötigen Fehlpass von Plattenhardt dazwischen, umkurvte Schwolow und machte seinen Hattrick perfekt - 3:1 (62.)

Von Hertha kam anschließend nicht mehr viel. Die Berliner brachen im zweiten Durchgang regelrecht ein. Bezeichnend, dass Guerreiro die Kugel im Sitzen über die Linie drücken konnte - 4:1 (70.)

Die Hausherren verkürzten durch einen fragwürdigen Elfmeter von Cunha noch einmal auf 2:4, den Schlusspunkt sollte aber Haaland setzen. Der Angreifer krönte seine überragende Leistung mit seinem vierten Tor des Abends - 5:2 (80.)

In der 85. Minute sorgte Favre schließlich für einen Rekord. Der Schweizer wechselte Youssoufa Moukoko ein. Nur einem Tag nach seinem 16. Geburtstag ist Dortmunds Wunderkind nun offiziell der jüngste Bundesliga-Spieler aller Zeiten. Er durfte noch einige Ballkontakte feiern, konnte sich aber nicht mehr entscheidend in Szene setzen.

Auf Hertha BSC wartet am Sonntag (29.11) der nächste schwere Brocken. Sie müssen zu Bayer 04 Leverkusen. Borussia Dortmund bekommt es in der Königsklasse am Dienstag (21 Uhr) mit dem FC Brügge zu tun.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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