Cordoba-Verletzung ist Piateks Chance: Gelingt jetzt bei Hertha der Durchbruch?

Berlin - Eine Vorlage, ein Tor - Herthas Pistolero ist zurück! Beim 3:0 gegen den FC Augsburg sorgte Krzysztof Piatek (25) für den Endstand. Es war sein erstes Saisontor. 

Herthas Krzysztof Piatek jubelt nach seinem ersten Saisontreffer.
Herthas Krzysztof Piatek jubelt nach seinem ersten Saisontreffer.  © Stefan Puchner/dpa-Pool/dpa

Bislang war der Pole unter Bruno Labbadia (54) meist außen vor, doch die Verletzung von Jhon Cordoba (27) könnte dem Ex-Milan-Star in die Karten spielen. Der Kolumbianer wird den Berlinern noch mindestens bis Ende Jahres fehlen.

Gegen Borussia Dortmund dürfte der 25-Jährige in der Startelf stehen. Schon beim FC Augsburg ersetzte der Knipser Herthas Sturmtank und war sofort auf Betriebstemperatur. Piatek bereitete das 2:0 durch Dodi Lukebakio (23) vor, traf den Pfosten und erzielte das 3:0 selbst. 

Mit dem Ausfall von Cordoba muss Labbadia wohl auch die Spielweise etwas anpassen. Der ehemalige Mailänder ist ein ganz anderer Spielertyp, der seine Stärken vor allem im Abschluss hat.

Der bullige Cordoba hingegen ist ein echter Wandspieler, der Bälle mit dem Rücken zum Tor fest machen kann, mit seiner Schnelligkeit aber auch in die Spitze geschickt werden kann.

Der Hertha-Coach muss nun schauen, wie die Mannschaft ihn besser ins Spiel einbinden kann und Piatek daran arbeiten, dass er häufiger in die Situationen kommt, wo er seine Stärken ausspielen kann.

Hertha BSC muss eigenes Spiel ein wenig anpassen

Krzysztof Piatek auf dem Weg zum 0:3.
Krzysztof Piatek auf dem Weg zum 0:3.  © Stefan Puchner/dpa-Pool/dpa

"Er ist ein extrem guter Abschlussspieler. Wir schaffen es noch nicht, ihn in die Positionen zu bringen, damit seine Stärken zum Tragen kommen", erklärte Labbadia zuletzt und nahm den Stürmer in die Pflicht: "Er muss an Dingen arbeiten, damit er auch in das Spiel mit reinkommt."

Vergangen Winter wechselte Piatek für rund 24 Millionen Euro vom AC Mailand zu Hertha BSC. So richtig angekommen ist der Angreifer (5 Tore in 22 Bundesligaspielen) in Berlin aber noch nicht. 

Schon der Saisonstart hätte kaum schlechter laufen können. Weil er mit der polnischen Nationalmannschaft ins Risikogebiet reiste, musste der Torjäger nach der Rückkehr anschließend in Quarantäne und verpasste die erste Runde im DFB-Pokal. In der Bundesliga verlor er anschließend seinen Stammplatz an Cordoba.

Nun ist der polnische Nationalspieler wieder der Mittelstürmer Nummer eins und wohl die nächsten Wochen erstmal wieder gesetzt. Kann der Goalgetter seine Chance nutzen?

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa-Pool/dpa

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