Hertha gibt Wunschspieler nicht auf: Wende im Poker um Reine-Adelaide?

Berlin - Eigentlich schien sich Hertha BSC bereits aus dem Rennen um Jeff Reine-Adelaide (22) verabschiedet zu haben, doch plötzlich scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Der Hauptstadt-Klub hat seinen Wunschspieler nicht aufgegeben und mischt wieder mit. 

Jeff Reine-Adelaide (l.) aus Lyon und Wilmar Barrios aus St. Petersburg im Zweikampf.
Jeff Reine-Adelaide (l.) aus Lyon und Wilmar Barrios aus St. Petersburg im Zweikampf.  © Laurent Cipriani/AP/dpa

Wie die "Bild" berichtet, sollen sich die Berliner mit dem 22-Jährigen bereits so gut wie einig sein. Auch die Verhandlungen mit Olympique Lyon sollen sehr weit fortgeschritten sein.

Demnach fordern die Franzosen etwa 25 Millionen Euro Ablöse. Exakt jene Summe, die Lyon erst vergangenen Sommer an den SGO Angers überwiesen hatte. 

Zuletzt hatte der Champions-League-Halbfinalist noch über 30 Millionen Euro verlangt. Zu viel für die Alte Dame, die sich daraufhin aus dem Poker verabschiedet hat - zumindest vorerst.

Weil Lyon mit Stade Rennes keinen Konkurrenten stärken will, bevorzugen die Verantwortlichen einen Transfer in die Bundesliga. Doch auch Rennes ist keineswegs aus dem Rennen.

Der derzeitige Tabellenzweite der Ligue 1 spielt anders als Olympique Lyon und Hertha BSC in der Champions League. Durch den Verkauf von Keeper Eduard Mendy (28) zum FC Chelsea (24 Millionen Euro) ist der finanzielle Spielraum noch einmal erweitert worden.

In Berlin würde Reine Adelaide auf einen alten Bekannten treffen: Lucas Tousart (23) wechselte im Winter für ebenfalls 25 Millionen Euro zu Hertha BSC. Der 23-Jährige ist damit der Rekordeinkauf und könnte ausgerechnet von seinem ehemaligen Mitspieler wieder abgelöst werden.

Der flexible Mittelfeldmann, der als Zehner, Achter, aber auch auf der rechten Außenbahn spielen kann, gilt als typischer torgefährlicher Box-to-Box-Spieler. Klappt der Transfer nicht, könnte eine erneute Rückkehr von Marko Grujic (24) noch einmal ein heißes Thema werden. Liverpool ist offenbar bereit, den Serben für 20 Millionen Euro ziehen zu lassen (TAG24 berichtete)

Titelfoto: Laurent Cipriani/AP/dpa

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