Greift Hertha jetzt richtig an? "Fürchte, dass Preetz richtige Entscheidungen trifft"

Berlin - Vergangenen Sommer stieg Lars Windhorst als Investor bei Hertha BSC ein, im Winter wurde der Hauptstadt-Klub zum Transfer-Weltmeister, nun fließen weitere 150 Millionen Euro in den Verein. Greifen die Berliner jetzt richtig an?

Bruno Labbadia (l) und Michael Preetz (r) wollen Hertha BSC weiter nach oben bringen.
Bruno Labbadia (l) und Michael Preetz (r) wollen Hertha BSC weiter nach oben bringen.  © Hannibal Hanschke/Reuters Pool/dpa, Andreas Gora/dpa

Platz zehn - wie in dieser Spielzeit - soll es nicht mehr sein. 

Die Alte Dame will weiter nach oben. Vor allem Gladbach-Manager Max Eberl sieht mit den Berliner trotz einer turbulenten Saison mit insgesamt vier Trainern schon jetzt einen Konkurrenten um die begehrten Plätze für Europa.

"Ich nehme aus der Ferne einfach wahr, dass ein Verein insgesamt über 370 Millionen Euro von einem Investor erhält und auch in diesem Sommer sehr offensiv auf dem Transfermarkt tätig sein will. Das meine ich nicht wertend und auch nicht abwertend", sagte Eberl im "Kicker". 

"Herthas Weg ist legitim und nach den Statuten erlaubt. Aber Tatsache bleibt, dass durch dieses Geld viele Jahre auf einen Schlag aufgeholt werden."

Beim Saisonfinale siegte seine Borussia gegen die Blau-Weißen völlig verdient mit 2:1und zog in die Champions League ein. 

Da wollen die Berliner auch hin. Doch Geld allein schießt keine Tore. 

Wie sensibel so ein Mannschaftsgefüge sein kann, hat man schmerzhaft zu spüren bekommen, als die Alte Dame plötzlich im Abstiegskampf steckte. "Aus Borussen-Sicht gesprochen fürchte ich aber schon, dass es mein Kollege Michael Preetz gut macht und richtige Entscheidungen trifft. Dann ist die Gefahr groß, dass sich die Hertha sehr schnell mit uns auf Augenhöhe befindet, was im vergangenen Sommer vielleicht noch nicht der Fall war."

Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl bei einem Interview.
Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl bei einem Interview.  © Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa

Klar ist: Hertha wird auf dem Transfermarkt aktiv werden. Mit Lucas Tousart (23) steht der erste Neuzugang bereits fest. Rechtsverteidiger Deyovaisio Zeefuik (22) soll sich mit dem Hauptstadt-Klub bereits einig sein. Auch ein Torwart, sowie ein Flügelspieler plus Stürmer sollen offenbar noch kommen. 

Ganz so aggressiv, wie im Winter, als Hertha für insgesamt 77 Millionen Euro auf große Shoppingtour ging, soll es diesmal aber nicht werden. "Unser Spielraum wird größer, aber an unserer Sorgfalt ändert sich nichts", so Hertha-Manager Michael Preetz im "Kicker". "Wir brauchen gute Entscheidungen und Geduld."

Titelfoto: Hannibal Hanschke/Reuters Pool/dpa, Andreas Gora/dpa

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