Hätte Franck Ribery DER Transferkracher für Hertha BSC sein können?

Berlin/Salerno - Die Fans von Hertha BSC erinnern sich wohl immer noch mit Schrecken an den Deadline-Day-Fail ihres Herzensklubs. Doch anscheinend waren die Berliner im Sommer an einem ganz dicken Fisch dran.

Franck Ribery (38) wechselt innerhalb der Serie A vom AC Florenz zu Aufsteiger US Salernitana, nachdem auch Hertha BSC Interesse an dem Flügelstürmer gezeigt haben soll.
Franck Ribery (38) wechselt innerhalb der Serie A vom AC Florenz zu Aufsteiger US Salernitana, nachdem auch Hertha BSC Interesse an dem Flügelstürmer gezeigt haben soll.  © Jennifer Lorenzini/Lapresse via ZUMA Press/dpa

Wie die französische Sportzeitung L'Equipe nämlich am Montag berichtete, soll der Hauptstadtverein seine Fühler nach keinem Geringeren als Ex-Bayern-Star Franck Ribery (38) ausgestreckt haben.

Nach zwei Jahren beim AC Florenz war der Franzose vereinslos und hätte damit sogar ablösefrei an die Spree wechseln können.

Allerdings entschied der 38-Jährige sich aufgrund seiner glorreichen Vergangenheit beim FC Bayern München gegen eine Rückkehr in die Bundesliga.

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Auch eine Heimkehr nach Frankreich soll eine Option gewesen sein. So habe Olympique Lyon sich am Deadline Day mit einer Verpflichtung des Linksaußen befasst.

Doch auch dieser Transfer kam nicht zustande. Anderenfalls wäre es zu einer Wiedervereinigung mit Bayern-Kumpel Jérôme Boateng (33) gekommen, der am darauffolgenden Tag von den Franzosen unter Vertrag genommen wurde.

Ribery hat sich mittlerweile für einen Wechsel innerhalb der Serie A entschieden und sich zunächst bis Sommer 2022 dem Aufsteiger US Salernitana angeschlossen.

Bei den "Granata" soll er pro Saison 1,5 Millionen Euro plus mögliche Prämien kassieren. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bei seiner mittlerweile neunten Profi-Station soll an eine Leistungsoption geknüpft sein.

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Hätte Franck Ribery in den Kader von Hertha BSC gepasst?

Franck Ribery hält im Mai 2019 beim Abschied von den Bayern-Fans sein Trikot hoch. Aufgrund seiner Vergangenheit beim deutschen Rekordmeister hat sich der Franzose gegen eine Rückkehr in die Bundesliga entschieden.
Franck Ribery hält im Mai 2019 beim Abschied von den Bayern-Fans sein Trikot hoch. Aufgrund seiner Vergangenheit beim deutschen Rekordmeister hat sich der Franzose gegen eine Rückkehr in die Bundesliga entschieden.  © Matthias Balk/dpa

Doch hätte eine Liaison zwischen Ribery und der Alten Dame überhaupt funktioniert?

Fakt ist, dass die Spree-Athener nach den Abgängen von Dodi Lukebakio (23), Javairo Dilrosun (23), Daishawn Redan (20) und Matheus Cunha (22) äußerst dünn auf den offensiven Flügeln besetzt sind.

Mit den Neuzugängen Marco Richter (23) und Myziane Maolida (22) sowie dem Eigengewächs Dennis Jastrzembski (21) stehen Hertha lediglich drei nominelle Flügelstürmer zur Verfügung, wobei sich auch Ishak Belfodil (29) auf beiden Außenbahnen zurechtfindet.

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Von daher hätte Ribery durchaus gut ins Profil gepasst. Allerdings war der Flügelstürmer in seiner Zeit bei Florenz häufig verletzt und seine Leistungsfähigkeit hat kontinuierlich abgenommen.

In 50 Serie-A-Spielen steuerte er lediglich fünf Tore und zehn Vorlagen bei. Zum Vergleich: In seiner letzten Bayern-Saison legte er 2018/19 in 25 Begegnungen immerhin noch zehn Scorerpunkte auf (sechs Treffer, vier Assists).

Sicherlich hätte Ribery mit seiner Erfahrung die jungen Hertha-Kicker anleiten können, doch mit Kevin-Prince Boateng (34) und Stevan Jovetic (31) ist die Mannschaft diesbezüglich eigentlich schon gut versorgt. Rein marketingtechnisch wäre der Transfer aber mit Sicherheit ein Erfolg gewesen, denn ein blau-weiß gestreiftes Jersey mit dem Namen Ribery auf dem Rücken wäre bei den Hertha-Fans bestimmt gut angekommen.

Titelfoto: Jennifer Lorenzini/Lapresse via ZUMA Press/dpa

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