Hertha-Hammer: Carsten Schmidt tritt zurück!

Berlin - Paukenschlag bei Hertha BSC! CEO Carsten Schmidt (58) verlässt den Hauptstadt-Klub nach nicht mal einem Jahr.

Carsten Schmidt (58) kam erst im Dezember vergangenen Jahres zu Hertha BSC. Der 58-Jährige kehrt offenbar nach München zurück.
Carsten Schmidt (58) kam erst im Dezember vergangenen Jahres zu Hertha BSC. Der 58-Jährige kehrt offenbar nach München zurück.  © Felix Hörhager/dpa

Wie der "Tagesspiegel" erfahren hat, zieht es den 58-Jährigen aus persönlichen Gründen zurück nach München. Dort hatte er jahrelang als Chef des Pay-TV-Senders Sky gearbeitet.

Schmidt hatte erst am 1. Dezember seinen neuen Job als Hertha-Boss angetreten. Nach nicht einmal einem Jahr ist nun schon wieder Schluss. Das hat inzwischen auch der Klub bestätigt.

"Es sind ausschließlich unauflösbare private Gründe aufgrund von Krankheit in meinem direkten familiären Umfeld, die mich zu diesem Schritt veranlassten. Die Arbeit für Hertha BSC hat mir zu jeder Zeit große Freude bereitet", begründet Schmidt seinen überraschenden Abgang. Der Vertrag ist demnach bereits aufgelöst worden.

Hertha zeigt Moral: "Riesenkompliment" dank Jovetic
Hertha BSC Hertha zeigt Moral: "Riesenkompliment" dank Jovetic

"Mit Bedauern haben wir dem Wunsch von Herrn Schmidt, seinen Dienstvertrag aufgrund von ausschließlich privaten Gründen umgehend aufzulösen, entgegengenommen. Nach vertrauensvollen Gesprächen haben wir seiner Bitte schweren Herzens entsprochen", erklärte Präsident Werner Gegenbauer (71).

"Wir bedanken uns bei Carsten Schmidt ausdrücklich für die wertvolle Arbeit für Hertha BSC und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft."

Hertha BSC bestätigt Abgang von Carsten Schmidt: Rücktritt "ausschließlich aus privaten Gründen"

Lars Windhorst (44) bedauert den Abgang von Carsten Schmidt.
Lars Windhorst (44) bedauert den Abgang von Carsten Schmidt.  © Christophe Gateau/dpa

Auch Investor Lars Windhorst (44) hat sich via Twitter zu Wort gemeldet und ist nicht gerade glücklich, dass erneut Informationen der Presse gesteckt wurden.

"Gerade erst habe ich mit Carsten Schmidt telefoniert. Wir beide waren bestürzt darüber, dass vorab wieder Dinge an die Öffentlichkeit gebracht wurden, die vertraulich waren. Er hat mit mir über seine persönlichen Gründe zum Weggang von Hertha gesprochen, die ich respektiere", teilte Investor Windhorst mit. "Seinen Weggang von Hertha BSC bedaure ich zutiefst. Er hatte große Pläne, wie ich weiß..."

Für Hertha ist es nach der sportlichen Talfahrt der nächste herbe Rückschlag. Die Berliner, die trotz der Windhorst-Millionen mit Ach und Krach die Klasse halten konnten, stecken nach fünf Niederlagen aus sieben Spielen erneut in der Krise.

Herthas Abwehrprobleme reißen auch unter Korkut nicht ab: "Bin da guter Dinge"
Hertha BSC Herthas Abwehrprobleme reißen auch unter Korkut nicht ab: "Bin da guter Dinge"

Mit Fredi Bobic (49) als neuer Manager und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Carsten Schmidt hatte sich die Alte Dame in der Spitze neu aufgestellt. Im Sommer hatte er noch das Projekt "Goldelse", bei dem auch Herthas neue Philosophie erarbeitet wurde, vorgestellt.

Jetzt braucht der Tabellen-14. der Bundesliga einen Nachfolger. Zunächst werden aber Bobic und Finanz-Chef Ingo Schiller seine Aufgaben übernehmen. Für Mittwoch ist zudem eine Pressekonferenz angekündigt worden.

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC: