Esswein oder Leckie? Wer bekommt sein Hertha-Abschiedsspiel?

Berlin - Zum Saisonfinale muss Bruno Labbadia mal wieder improvisieren. Hertha BSC hat bei Borussia Mönchengladbach keinen Rechtsverteidiger mehr. Peter Pekarik fällt mit einem Muskelfaserriss aus, BVB-Leihgabe Marius Wolf fehlt schon seit Wochen und Lukas Klünter sah gegen Bayer Leverkusen die fünfte Gelbe Karte.

Alexander Esswein (l) oder Mathew Leckie (r): Einer von beiden wird als Rechtsverteidiger in der Startelf stehen.
Alexander Esswein (l) oder Mathew Leckie (r): Einer von beiden wird als Rechtsverteidiger in der Startelf stehen.  © Andreas Gora/dpa, Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa

"Es kommt knüppeldick", sagte Labbadia auf der Pressekonferenz. "Wir haben schon viel improvisiert und das werden wir jetzt auch tun."

Die Entscheidung fällt zwischen zwei gelernten Offensivakteuren, die bislang wenig bis gar nicht gespielt haben: Mathew Leckie oder Alexander Esswein.

"Das sind diejenigen, die das noch am ehesten spielen können", so Herthas Chefcoach. "Ich traue es beiden zu."

Rutscht "Essi" zum Abschied noch einmal in die Startelf? Der auslaufende Vertrag des Flügelspielers wird nicht verlängert. Für Esswein, der zuletzt immer wieder eingewechselt wurde, wäre es der erste Startelf-Einsatz in dieser Saison. 

Doch auch Leckie hat durchaus Chancen von Anfang an zu spielen. Der Australier kennt die Position sowohl in der Nationalmannschaft, als auch aus seiner Zeit beim FC Ingolstadt. Unter Covic spielte der 29-Jährige als Nachfolger von Lazaro ebenfalls eine Rolle.

Zuletzt stand der kopfballstarke Flügelspieler am ersten Spieltag in der Startelf. Nun könnte sich bei Ex-Klub Gladbach - dort wo Leckie seine Bundesligakarriere begann - ein Kreis schließen. Er will Hertha nach der für ihn enttäuschenden Saison (6 Einsätze) verlassen.  

Ob Per Skjelbred noch einmal für die Berliner auflaufen kann, ist weiterhin ungewiss. Der Norweger verlässt die Alte Dame nach sieben Jahren in Richtung Heimat. Seit Tagen kämpft der 33-Jährige um ein Comeback, um noch einmal für Hertha auf dem Platz stehen zu können. Seien es nur fünf Minuten.

"Per gebe ich gern auch mehr Minuten", erklärte Labbadia. "Er hat viel geleistet für Hertha und verlässt uns mit ein paar Tränen. Er hat vieles verdient, vor allem einen guten Abschied. Das Entscheidende wird aber sein: Kann er überhaupt spielen? Und wieviel Risiko gehen wir? Seine Karriere geht ja weiter."

Titelfoto: Andreas Gora/dpa, Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa

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