Nach Derby-Sieg: Jetzt will Hertha einen Großen schlagen!

Berlin - Mit breiter Brust starten Bruno Labbadia (54) und seine Derby-Sieger die Vorbereitung auf das nächste Bundesliga-Spiel bei Borussia Mönchengladbach.

Herthas Peter Pekarik (r.) bejubelt sein Tor zum 1:1 mit Niklas Stark (M) und Matteo Guendouzi (l.).
Herthas Peter Pekarik (r.) bejubelt sein Tor zum 1:1 mit Niklas Stark (M) und Matteo Guendouzi (l.).  © Odd Andersen/AFP-POOL/dpa

Der Trainer von Hertha BSC erwartet nach dem 3:1-Sieg im Berliner Stadtderby gegen den 1. FC Union am Samstag erneut ein "superinteressantes Spiel" gegen ein Team, das er in die Top Fünf einordnet, obwohl Champions-League-Teilnehmer Gladbach in der Tabelle derzeit nur auf Rang sieben steht.

"Es wäre schön, wenn wir so einen Gegner auch mal schlagen könnten", sagte Labbadia. Bei den Bayern, in Leipzig und in Leverkusen zeigte sein Team couragierte Auftritte, holte aber nur einen Punkt bei Bayer. Der Derby-Sieg soll nun neues Selbstbewusstsein bringen.

Erst einmal aber durften Doppeltorschütze Krzysztof Piatek (25) und seine Kollegen den freien Nikolaustag genießen. Den Fans schickten Team und Trainer noch einmal besondere Grüße.

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"Es ist einfach angenehmer, als Blauer am Montag auf die Arbeit zu kommen", sagte Labbadia in Anspielung auf die Fan-Rivalität mit den Roten des 1. FC Union.

Und für seine Profis hofft der 54-Jährige auf einen längerfristigen Effekt: "Es war einfach an der Zeit, so ein Spiel zu gewinnen, in dem du über die Siegermentalität kommen musst." Spielerisch sei weiter Luft nach oben, verdeutlichte Labbadia: "Ich bin weit davon entfernt zu sagen, wir haben ein klasse Spiel gemacht." Aber das Positive überwiegt natürlich: Arbeitssieg, Hartnäckigkeit und Konsequenz.

Hertha BSC muss gegen Gladbach auf Matheus Cunha verzichten

Die besonderen Umstände des Derby-Sieges sollen für Hertha die Wende zu einer erfolgreicheren Saisonphase sein. Denn mit elf Punkte sind die Blauen noch immer weiter hinter ihren Ansprüchen zurück. Deshalb sieht es Labbadia als "schade", dass sich Unterschiedsspieler Matheus Cunha (21) gegen Union einen unnötige Gelbe Karte abholte und nun in Mönchengladbach gesperrt ist.

Auch das Verhalten in einigen Situationen gegenüber seinen Mitspielern gefiel ihm nicht beim jungen Brasilianer: "Solche Sachen sprechen wir klar an. Auf der einen Seite brauchen wir die Emotionalität unbedingt. Es gibt aber auch Punkte, wo wir aufpassen müssen."

Titelfoto: Odd Andersen/AFP-POOL/dpa

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