Hertha zurück im Abstiegskampf: Alte Dame verliert deutlich in Freiburg!

Freiburg/Berlin - Der Freiburg-Fluch hält an! Hertha BSC hat zum Jahresabschluss mit 1:4 (0:1) beim SC Freiburg verloren. Damit sind die Berliner seit acht Spielen im Schwarzwald-Stadion sieglos.

Baptiste Santamaria (l.) vom SC Freiburg im Zweikampf mit Herthas Dodi Lukebakio.
Baptiste Santamaria (l.) vom SC Freiburg im Zweikampf mit Herthas Dodi Lukebakio.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Vincenzo Grifo hatte Freiburg schon früh mit 1:0 in Führung gebracht (7. Minute). Dodi Lukebakio glich kurz nach dem Seitenwechsel zum 1:1 aus (52,), ehe Ermedin Demirovic zum 2:1 für den SC traf. Manuel Gulde erhöhte auf 3:1 (67.) und Nils Petersen sorgte mit einem Foulelfmeter für den 4:1-Endstand (90.+3).

Bruno Labbadia tauschte nach der enttäuschenden Nullnummer gegen den 1. FSV Mainz 05 kräftig durch. Maximilian Mittelstädt, Vladimir Darida, Peter Pekarik und Lukebakio kehrten in die Startelf zurück.

Freiburg-Coach Christian Streich nahm hingegen nur ein Wechsel vor. Neuzugang Demirovic erhielt den Vorzug vor Petersen.

Hertha wurde schon zum Start kalt erwischt. Cunha verlor im Mittelfeld den Ball, Schmids Flanke fand den Kopf des völlig alleingelassenen Grifo. Keine Chance für den ehemaligen Freiburger Schwolow - 1:0 für die Hausherren (7.)! An der frühen Führung hatten die Berliner sichtlich zu knabbern. Die ersten 20 Minuten gehörten klar den Gastgebern. Der Hauptstadt-Klub kaum in die Zweikämpfe.

Es spielte nur der Sport-Club. Die Gäste waren viel zu passiv und kamen kaum aus der eigenen Hälfte hinaus. Erst nach 35 Minuten hatte Mittelstädt die erste gute Gelegenheit. Sein Schuss konnte aber noch geblockt werden.

Die Startelf von Hertha BSC

Die Anfangsformation des SC Freiburg

Vincenzo Grifo bringt den SC Freiburg in Führung, Dodi Lukebakio gleicht aus

Vincenzo Grifo (2.v.r..) trifft gegen seinen alten Teamkollegen Alexander Schwolow (r.) zum 1:0.
Vincenzo Grifo (2.v.r..) trifft gegen seinen alten Teamkollegen Alexander Schwolow (r.) zum 1:0.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Den Berlinern fiel weiterhin nichts ein. Offensiv fanden sie nicht statt und hatten kurz vor der Pause Glück, dass sie nicht noch höher zurücklagen.

Nach einem Konter lief Grifo alleine auf Schwolow zu und versuchte es mit einem Heber - direkt in die Arme seines ehemaligen Teamkollegen (45.). Da hätte er mehr draus machen müssen!

Erst nach dem Seitenwechsel zeigten die Berliner endlich ein anderes Gesicht. Stark scheiterte zunächst noch an der Latte, doch nur wenig später war Lukebakio zur Stelle. Nach einer abgefälschten Flanke des eingewechselten Dilrosun musste der Belgier die Kugel aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken - 1:1 (52.)!

Hertha war jetzt dran und vergab die nächsten beiden Hochkaräter. Erst scheiterte Dilrosun am Pfosten, dann verfehlte Piatek das Tor nur um wenige Zentimeter.

Gerade als die Gäste drauf und dran waren, das Spiel komplett zu drehen, schlug der SC mit dem ersten Torschuss der zweiten Hälfte zu. Demirovic brachte die Breisgauer wieder in Führung - 2:1 (59.).

Hertha BSC kann sich vom Freiburger Doppelschlag nicht mehr erholen

Christian Günter vom SC Freiburg (r.) im Zweikampf gegen Matheus Cunha von Hertha BSC.
Christian Günter vom SC Freiburg (r.) im Zweikampf gegen Matheus Cunha von Hertha BSC.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Die erneute kalte Dusche für die Gäste. Von den Hausherren war bis dato im zweiten Durchgang nichts zu sehen und doch konnten sie prompt die nächste Chance nutzen. Nach einem Eckball war Gulde per Kopf zur Stelle - 3:1 (67.).

Die beiden Gegentreffer hatten Wirkung gezeigt. Von Hertha kam nicht mehr viel. Stattdessen vergaben die Gastgeber weitere gute Gelegenheiten. Schwolow konnte Santamarias Versuch aus rund 40 Metern gerade so über die Latte lenken.

Die Labbadia-Elf versuchte zwar das Ruder noch einmal herumzureißen, konnten aber nicht mehr wirklich gefährlich werden. Piatek vergab die letzte gute Möglichkeit. Nils Petersen sorgte per Foulelfmeter für den 4:1 Endstand.

Die Alte Dame beendet das Jahr 2020 mit 13 Punkten auf Platz 14 - nur drei Punkte vor dem Relegationsrang.

Für Hertha geht es nach der kurzen Weihnachts-Pause am 2. Januar gegen den FC Schalke 04 (18.30 Uhr/Sky) weiter.

Der SC Freiburg muss drei Stunden zuvor bei der TSG 1899 Hoffenheim ran, spielt am Mittwoch (23.12) aber noch im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart.

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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