Klinsmann wollte Draxler offenbar zum Hertha-Kapitän machen

Berlin - Was war das im Winter für eine irre Transferperiode. Kein Verein weltweit gab weltweit mehr Geld aus als Hertha BSC. Für fast 80 Millionen wurden Matheus Cunha (21), Santiago Ascacibar (23), Krzysztof Piatek (25) und Lucas Tousart (23) verpflichtet. Der sonst so graue Hauptstadtklub wurde zum Transferweltmeister. 

Jürgen Klinsmann (r.) wollte Julian Draxler nach Berlin locken.
Jürgen Klinsmann (r.) wollte Julian Draxler nach Berlin locken.  © Guido Kirchner/dpa, Andreas Gora/dpa

Ginge es nach Jürgen Klinsmann (56) wären noch ganz andere Kaliber in Berlin gelandet. Arsenal-Star Granit Xhaka (27) soll sich mit der Hertha bereits einig gewesen sein, blieb dann aber doch in England. Mario Götze (28) ließ sich ebenso wenig überzeugen wie Julian Draxler (26). 

Das heißt aber nicht, dass der PSG-Star nicht mehr mit den Berlinern weiterhin in Verbindung gebracht wird. In Paris kommt der 26-Jährige nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Selbst Bundestrainer Joachim Löw hat seinem Schützling inzwischen einen Wechsel nahegelegt.

An Interessenten mangelt es dem ehemaligen Schalker und Wolfsburger nicht. Laut "L’Équipe" sollen mehrere Vereine aus der Premier League, der AC Milan und auch weiterhin Hertha BSC um Draxler buhlen.

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Bislang stieß das Interesse allerdings auf taube Ohren. So wollte Kurzzeit-Trainer Klinsmann den feinen Techniker offenbar zum Kapitän machen. Zudem sollte er bei den Berliner angeblich 450.000 Euro brutto im Monat verdienen und wäre damit zum Topverdiener aufgestiegen.

"Er hat einen Vertrag bei Paris Saint-Germain, das ist bekannt, und er ist auch im Finalturnier der Champions League zum Einsatz gekommen. Es hilft uns nicht, wenn weiter jeden Tag diskutiert wird. Wir versuchen, unsere Arbeit zu machen", hielt sich Manager Michael Preetz (53) zuletzt bedeckt.

Fraglich allerdings, ob der 52-fache Nationalspieler nun seine Meinung geändert hat. Laut Sport Bild denkt der Offensivspieler ohnehin nicht an eine Rückkehr in die Bundesliga. Damit dürfte sich auch ein Wechsel zu Bayer Leverkusen, denen zuletzt starkes Interesse nachgesagt worden war, zerschlagen haben.  

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa, Andreas Gora/dpa

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