Fan-Rückkehr: Darum will Hertha wohl erstmal auf Zuschauer verzichten

Berlin - Während der 1. FC Union Berlin von einer vollen Alten Förster träumt, sieht das in Charlottenburg anders aus. Hertha BSC denkt einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge darüber nach, auch bei einer möglichen Teilrückkehr von Fans bis Ende Oktober ganz auf Zuschauer zu verzichten.

Das Berliner Olympiastadion bleibt womöglich auch in der neuen Saison erstmal leer.
Das Berliner Olympiastadion bleibt womöglich auch in der neuen Saison erstmal leer.  © Andreas Gora/dpa

Der Grund: In Berlin sind Großveranstaltungen bis zum 24. Oktober nur mit maximal 5000 Teilnehmer erlaubt. Demnach dürften auch nur 5000 Fans ins Berliner Olympiastadion. 

"Zu wenig für Hertha BSC", schrieb das Blatt. Die Kosten seien dann zu hoch. Auch unklar, wer von den Fans die wenigen verfügbaren Karten überhaupt bekommen soll.

Sollte die Zahl der möglichen Zuschauer angehoben werden, könnte sich das ändern. Um auf eine schwarze Null zu kommen, müssten mindestens 15.000 Zuschauer kommen, hieß in der "BamS" laut einer clubinternen Hertha-Rechnung.

Die Erstfassung des Hygiene- und Sicherheitskonzepts des Fußball-Bundesligisten soll in dieser Woche vorliegen. Demnach sei das Ziel, trotz Coronavirus-Pandemie weit mehr als 15.000 Zuschauer in das Olympiastadion zu bekommen.

Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia wird in der Bundesliga zwei Heimspiele bis Ende Oktober bestreiten. Am zweiten Spieltag der erst Mitte September beginnenden Saison ist Eintracht Frankfurt zu Gast, am vierten Spieltag Rückkehrer VfB Stuttgart. Wie schon nach dem Re-Start womöglich ohne Zuschauer.

Herthas Stadtrivale 1. FC Union war mit seinem Vorhaben bereits gescheitert, mit Vollauslastung in die neue Spielzeit zu starten. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga war am Dienstag indes mehrheitlich beschlossen worden, für den Fall einer Fan-Rückkehr Alkohol nicht zu erlauben und die Stehplätze bis zum 31. Oktober zu streichen.

Bis zum Jahresende sollen zudem keine Gästetickets verteilt werden und Maßnahmen getroffen werden, die eine Nachverfolgung von Infektionsketten möglich machen. Am ehesten dürfte das über personalisierte Tickets umzusetzen sein.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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