Götze war offenbar "heiß auf Hertha" und entscheidet sich für PSV Eindhoven

Berlin - Die Zukunft von Mario Götze (28) ist geklärt: Der ehemalige BVB-Star verlässt die Bundesliga und schließt sich PSV Eindhoven an. Damit ist ein Wechsel zu Hertha BSC vom Tisch. Bis zuletzt sah es so aus, als könnte der WM-Held dem Hauptstadt-Klub zu neuem Glanz verhelfen.

Mario Götze (28) jubelt über seinen Treffer gegen die TSG Hoffenheim.
Mario Götze (28) jubelt über seinen Treffer gegen die TSG Hoffenheim.  © Uwe Anspach/dpa

Auch wenn sich Michael Preetz (53) am Dienstag noch bedeckt hielt, stand der 28-Jährige durchaus auf dem Einkaufszettel der Alten Dame. Wie die "Sport Bild" berichtet, soll der 63-fache Nationalspieler im engen Austausch mit den Verantwortlichen gestanden haben.

Demnach kam es unter anderem zu einem etwa 100 Minuten langen Telefongespräch mit Bruno Labbadia (54). Dem Bericht zufolge ging es dabei "schon sehr in die Details".

Der Hertha-Coach hatte offenbar schon eine genaue Vorstellung, wo der 28-Jährige zukünftig spielen soll: als hängende Spitze oder Spielmacher hinter Sturmduo Jhon Córdoba (27) und Matheus Cunha (21). 

Auch Götze, der öffentlich erklärt hatte auf Gehalt verzichten zu wollen, war von der Idee in Berlin zu spielen durchaus angetan. Er soll der Sport Bild zufolge dem Klub "zweifelsfrei" vermittelt haben, dass er unbedingt wieder spielen will, "heiß auf die Bundesliga und auch auf Hertha ist."

Ein Angebot hat die Alte Dame dem feinen Techniker aber nicht unterbreitet. Die Tür war zwar auch nach dem Deadline Day offen, ganz überzeugt war man allerdings wohl nicht.

Neben der extremen medialen Aufmerksamkeit, die sein Transfer mit sich bringen würde, sorgte auch sein Fitnesszustand für Fragezeichen. Nach sportlich schwierigen Jahren und einer Stoffwechselerkrankung hatte Götze in Dortmund zuletzt kaum mehr gespielt. In der vergangenen Saison kam der Techniker nur auf insgesamt 609 Minuten.

Der WM-Final-Torschütze hat seit über drei Monaten kein Mannschaftstraining absolviert. Eine Soforthilfe wäre er nicht. Um auf sein altes Niveau zu kommen, benötigt er Zeit. Da waren sich Götze und Labbadia einig.

Die Zeit wird der Ex-Dortmunder nun in Eindhoven bekommen. Da der niederländische Spitzenklub - anders als Hertha - auch international vertreten ist, ging es plötzlich schnell. Um noch für den Europa-League-Kader gemeldet werden zu können, ging der wohl überraschendste Transfer am Dienstagabend über die Bühne.   

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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