Preetz erklärt: Darum ist Kalous Aus bei Hertha besonders bitter

Berlin - Der Re-Start ist geglückt. Hertha BSC schreibt unter Bruno Labbadia (54) wieder sportliche Schlagzeilen. Mit dem Abstiegskampf haben die Berliner nichts mehr tun. Mit 38 Punkten ist sogar noch Europa möglich, wenn auch nur mit minimalen Chancen.

Michael Preetz (52) bedauert das Aus von Salomon Kalou (34).
Michael Preetz (52) bedauert das Aus von Salomon Kalou (34).  © Andreas Gora/dpa

Das sah vor wenigen Wochen noch anders aus. Nur sechs Punkte trennte eine völlig verunsicherte Mannschaft vom Relegationsplatz. 

"Wir haben nichts ausgelassen in dieser Saison", erklärte Manager Michael Preetz im Podcast "kicker meets DAZN" im Hinblick auf die verkorkste Spielzeit, den Klinsmann-Rücktritt und das Facebook-Live-Video von Salomon Kalou.

Der Ivorer hatte in seinem Kabinen-Video zahlreiche Corona-Verstöße festgehalten. So begrüßte der 34-Jährige unter anderem Mitspieler Vedad Ibisevic per Handschlag und platzte obendrein noch mitten in einen Corona-Test rein.

Hertha blieb keine andere Wahl, als den Fan-Liebling zu suspendieren. "Es war ein sehr sensibler Zeitpunkt, in der die Liga auch in der Kritik stand. Wieso dürfen die Fußball spielen, und Kinder dürfen nicht in die Kitas?"

Mittlerweile haben sich auch andere Vereine wie der FC Augsburg (Heiko Herrlich verließ das Quarantäne-Hotel) oder Borussia Dortmund (Friseur-Affäre um Jadon Sancho) nicht mit Ruhm bekleckert. 

Salomon Kalou hatte Chancen wieder zu spielen

Salomon Kalou spielt seit 2014 bei Hertha BSC.
Salomon Kalou spielt seit 2014 bei Hertha BSC.  © Jan-Philipp Burmann/Hertha BSC via City-Press GmbH/dpa

Herthas Pech: Sie waren die Ersten. "Zu einer falschen Zeit muss man sagen und insofern haben wir zu Recht die ganze Welle der Entrüstung abbekommen."

Für Kalou wiederum ist nach sechs Jahren Berlin Schluss. Der einstige Musterprofi wird für Hertha BSC kein Spiel mehr bestreiten. Eine Entscheidung, die den Berlinern bis heute weh tut, "weil Salomon ein großartiger Mensch und großartiger Fußballer ist".

Schon im Winter sah der Ex-Champions-League-Sieger unter Klinsmann keine Perspektive mehr und wollte den Verein verlassen. Zwischenzeitlich durfte er nicht einmal mit der Mannschaft mehr trainieren. Unter Bruno Labbadia, der auf Routiniers wie Peter Pekarik und Vedad Ibisievic setzt, hätte das Schlizohr Kalou noch einmal wichtig werden können.

"Ich bin mir ganz sicher, dass er unter Bruno Labbadia noch Einsatzzeiten auf der grünen Wiese bekommen hätte. Aber ich glaube, zu diesem Zeitpunkt gab es keine andere Wahl. Es tut uns bis heute weh!", so Preetz. 

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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