Hertha von Ausfällen "recht empfindlich" getroffen

Berlin - Hertha BSC will unter anderem die finanziellen Folgen für den Berliner Fußball-Bundesligisten durch die Coronavirus-Krise in einer Arbeitsgruppe abschätzen.

Am 21. März sollte eigentlich das Derby zwischen Hertha und Union stattfinden. Geschäftsführer Michael Preetz hat sich zur Situation geäußert.
Am 21. März sollte eigentlich das Derby zwischen Hertha und Union stattfinden. Geschäftsführer Michael Preetz hat sich zur Situation geäußert.  © Andreas Gora/dpa, Friso Gentsch/dpa

"Wie alle werden auch wir recht empfindlich von Ausfällen getroffen und natürlich müssen wir beantworten, was das für Mitarbeiter und Spieler bedeutet", sagte Geschäftsführer Michael Preetz im rbb-Podcast "Hauptstadtderby".

In der Bundesliga ruht der Spielbetrieb bis mindestens zum 2. April, in Berlin kann gemäß eines Senatsbeschlusses bis zum 19. April kein Fußball gespielt werden.

Sollte das ursprünglich für den 21. März angesetzte Stadtderby mit dem 1. FC Union ausfallen, würde der Einnahmeausfall dieser Partie den Verein "natürlich so hart treffen wie kein vergleichbares Spiel in der Saison", sagte Preetz. 

"Das ist ein Einnahmeverlust, der auf jeden Fall im siebenstelligen Bereich liegt. Das zweite Thema ist der Wegfall der TV-Gelder. Das würde die Vereine noch viel größer treffen."

Am Dienstag kündigte Hertha an, dass die Tickets für die Partie "aktuell ihre Gültigkeit" behalten. Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, hatte am Montag erklärt, dass unabhängig vom Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den Bundesligen Spiele mit Fans in dieser Saison höchst unwahrscheinlich sein werden. "Geisterspiele werden die einzige Überlebenschance sein", sagte Seifert.

Die Hertha-Profis sollten am Dienstag den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen. "Wir werden versuchen, die Spieler in einem wöchentlichen Rhythmus auch zu belasten und ihnen am Wochenende frei zu geben um so sicherzustellen, dass die Leistungsfähigkeit halbwegs gehalten werden kann", sagte Preetz. 

Hertha hat nach Angaben des Berliner Senats für die Profimannschaft auf Antrag eine Ausnahmegenehmigung zur Durchführung des Trainingsbetriebes auf dem Schenckendorffplatz erhalten.

Update, 11.35 Uhr

Die geplante Wiederaufnahme des Trainings bei Hertha BSC fällt aus. Ein Spieler wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Die gesamte Mannschaft wurde nun unter unter eine zweiwöchige häusliche Quarantäne gestellt.

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