Hertha-Manager Preetz packt aus: Klinsmann hat "Götze nicht ans Telefon bekommen"

Berlin - Was war das für eine Transferperiode! Kein Verein gab in diesem Winter mehr Geld aus als Hertha BSC. Für 77 Millionen Euro ließen sich die Berliner die Dienste von Matheus Cunha, Santiago Ascacibar, Krzysztof Piatek und Lucas Tousart sichern. Dabei hatte Ex-Trainer Jürgen Klinsmann noch ganz andere Kaliber im Visier: unter anderem Julian Draxler und Mario Götze!

Jürgen Klinsmann hatte sich vergeblich um eine Kontaktaufnahme mit Mario Götze bemüht.
Jürgen Klinsmann hatte sich vergeblich um eine Kontaktaufnahme mit Mario Götze bemüht.  © Thibault Camus/AP/dpa, Andreas Gora/dpa

"Nach meiner Kenntnis hat er es zumindest bei Mario Götze versucht. Ich habe da aber keine Rückmeldung bekommen", sagte Hertha-Manager Michael Preetz im "Bild"-Podcast "Phrasenmäher".

Der Vertrag des Final-Torschützen der WM 2014 läuft im Sommer aus. Dass Götze in Zukunft Blau-Weiß statt Schwarz-Gelb trägt, war allerdings schon damals sehr unwahrscheinlich. Ein Kontakt zwischen Hertha und dem BVB-Star kam nie zustande. 

"Ich glaube, bei Mario Götze war es so, dass er ihn schlichtweg nicht ans Telefon bekommen hat."

Vor allem der Transfer von Lucas Tousart, der die Rückrunde noch bei Olympique Lyon spielen wird, sorgte im Nachgang für Wirbel. 

Wie aus den Tagebüchern hervorgeht, war Klinsmann sehr enttäuscht, dass er nicht über den Vertragsabschluss informiert worden ist, schließlich habe "Klinsmann ihn ausgesucht und telefonisch überredet".

Preetz stellte allerdings klar, dass die Berliner den 22-Jährigen schon vor der Installierung Klinsmanns auf dem Zettel hatten. 

Michael Preetz äußert sich bei einer Pressekonferenz zum Rücktritt von Jürgen Klinsmann.
Michael Preetz äußert sich bei einer Pressekonferenz zum Rücktritt von Jürgen Klinsmann.  © Andreas Gora/dpa

"Da ist so viel Blödsinn dabei, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll", so der Manager. Telefonischen Kontakt zwischen Klinsmann und Tousart habe es zwar gegeben, "allerdings ist der Anteil, den Jürgen Klinsmann für sich reklamieren kann, an der Realisierung dieses Transfers wahrscheinlich fünf Minuten." Prozentual gesehen sind das "noch nicht mal fünf Prozent".

Titelfoto: Thibault Camus/AP/dpa, Andreas Gora/dpa

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