Cunha droht Krisen-Gipfel in Köln zu verpassen: Hertha geht am Stock!

Berlin - Das neue Jahr hat kaum begonnen, da steht Hertha BSC schon wieder gewaltig unter Druck. Dem gelungenen Jahreswechsel folgte bei Arminia Bielefeld (0:1) der nächste Rückschlag. Gelingt nun beim 1. FC Köln die erhoffte Trendwende? Ein Duell, dass schon jetzt jede Menge Brisanz mit sich bringt.

Vladimir Darida (l.) und Matheus Cunha (r.) drohen das wichtige Spiel beim 1. FC Köln zu verpassen.
Vladimir Darida (l.) und Matheus Cunha (r.) drohen das wichtige Spiel beim 1. FC Köln zu verpassen.  © Andreas Gora/dpa, Ina Fassbender/AFP Pool/dpa

Der FC ist nach dem 0:5 beim SC Freiburg auf den Relegationsplatz abgerutscht. Verlieren die Berliner auch in der Domstadt, beträgt der Vorsprung auf Platz 16 nur noch zwei Punkte. Es droht eine erneute Saison mit Abstiegssorgen.

"Ich denke, dass uns ein Spiel, wie in Bielefeld erwartet", sagt Bruno Labbadia (54) auf der Pressekonferenz. "Wir müssen die entscheidenden Zweikämpfe gewinnen. Ich glaube, das wird ein ganz entscheidender Punkt."

Dafür muss seine Mannschaft einen ganz anderen Auftritt hinlegen als noch beim Aufsteiger aus Bielefeld. Die Berliner haben vergangenen Sonntag so ziemlich alles vermissen lassen - auch wenn die Statistik etwas anderes sagt.

"Wir haben es nicht gut zusammen hinbekommen an dem Tag. Das ist etwas, was wir immer wieder in Anspruch nehmen und auch einfordern", so der Hertha-Coach, der noch "engere Abstände" fordert. Was gegen Schalke noch sehr gut funktioniert hat, klappte in Bielefeld plötzlich überhaupt nicht mehr.

"Wir haben in den entscheidenden Phasen des Spiels die Dinge nicht so gemeinsam und miteinander als komplette Mannschaft gemacht. Das ist das Thema und auch die große Überschrift für diese Woche und eminent wichtig für die Partie in Köln", fordert auch Manager Michael Preetz einen anderen Auftritt.

Die Pressekonferenz von Hertha BSC vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln

Hertha BSC fehlen fünf Spieler, Vladimir Darida und Matheus Cunha fraglich

Bruno Labbadia (r.) und Manager Michael Preetz (l.) erwarten nach der Niederlage in Bielefeld einen anderen Auftritt.
Bruno Labbadia (r.) und Manager Michael Preetz (l.) erwarten nach der Niederlage in Bielefeld einen anderen Auftritt.  © Odd Andersen/AFP-POOL/dpa

Ausgerechnet vor dieser wegweisenden Woche mit Spielen gegen Köln, TSG 1899 Hoffenheim und SV Werder Bremen schlug das Verletzungspech zu. Mit Dedryck Boyata (30, Fußverletzung), Javairo Dilrosun (22, Knie), Eduard Löwen (23), Marvin Plattenhardt (28) und Marton Dardai (18, alle muskuläre Probleme) fallen gleich fünf Spieler aus. Zudem sind Matheus Cunha (21), Jessic Ngankam (20) und Vladimir Darida (30) fraglich.

Cunha, mit sechs Toren und drei Vorlagen so etwas wie Herthas Lebensversicherung, wurde bereits in Bielefeld schmerzlich vermisst. Sein Ausfall würde den Hauptstadt-Klub besonders schwer treffen. Viel Hoffnung hat aber offenbar auch Labbadia nicht.

"Momentan ist es so, dass er noch nicht mit der Mannschaft trainiert. Daher ist es sehr fraglich, ob er überhaupt eine Rolle spielen kann."

Trotz der Personalprobleme hat sich an der Zielsetzung der Berliner nichts geändert. "Das bedeutet, dass wir noch enger zusammenrücken müssen", betont der 54-Jährige. "Wir haben ganz klar das Ziel in Köln zu gewinnen."

Mit den kriselnden Kölnern wartet am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ein echter Lieblingsgegner. Von den letzten zehn Duellen in der Domstadt konnte Hertha ganze acht gewinnen. Nur zweimal verließen die Berliner als Verlierer den Platz.

Dass die Rheinländer nun schon seit sechs Spielen auf einen Sieg und seit vier Begegnungen auf einen eigenen Treffer warten, spricht aber, angesichts des Talents sich gegen die vermeintlich Kleinen besonders schwer zu tun, nicht unbedingt für die Alte Dame.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa, Ina Fassbender/AFP Pool/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0