"Wir müssen das Beste daraus machen": Hertha mit Rumpfteam gegen Stuttgart?

Berlin - Eine Länderspielpause zum Vergessen für Hertha BSC! Santiago Ascacibar (23) verpasst das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub, die Nationalspieler kommen erst spät zurück und zu allem Überfluss wurde Neuzugang Matteo Guendouzi (21) auch noch positiv auf das Coronovirus getestet.   

Joelinton (l.) von Newcastle gegen Matteo Guendouzi von Arsenal.
Joelinton (l.) von Newcastle gegen Matteo Guendouzi von Arsenal.  © Owen Humphreys/PA/dpa

Der Franzose befindet sich nun für zehn Tage in Quarantäne. "Jetzt ist der Worst Case eingetreten", erklärt Bruno Labbadia (54) auf der Pressekonferenz. 

Der 21-Jährige soll nun ein virtuelles Training bekommen - sofern er weiterhin symptomfrei bleibt. "Wir werden versuchen intensiv mit ihm zu arbeiten. Da haben wir schon ein Stück Erfahrung. Das ist der Vorteil."

Mitte März musste bereits die gesamte Mannschaft in eine zweiwöchige Quarantäne. Niklas Stark (25) und Marius Wolf (25) hatten sogar zweimal das Vergnügen. 

Eine normale Vorbereitung sieht anders aus. Allein am Donnerstag, zwei Tage vor dem wichtigen Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, stehen dem Hertha-Trainer nur elf Feldspieler zur Verfügung. Beklagen wollte sich Labbadia aber nicht: "Wir müssen das Beste daraus machen!" 

Klar ist: mit dem Ausfall von Ascacibar und Guendouzi wird der Engpass im zentralen Mittelfeld größer. So steigen die Chancen, dass Augsburg-Rückkehrer Eduard Löwen (23) sein Comeback geben könnte. "Wir müssen das auffangen."

Matheus Cunha muss weiter auf Debüt in der Selecao warten

Bruno Labbadia muss seinen Kader mal wieder umbauen.
Bruno Labbadia muss seinen Kader mal wieder umbauen.  © Swen Pförtner/dpa

Ob aber die Südamerikaner Matheus Cunha (21), Jhon Cordoba (27) und Omar Alderete (23) eine Option sein könnten, ist weiterhin fraglich. Sie landen erst am späten Donnerstagabend und müssen dann noch den Corona-Test abwarten. Womöglich verpasst das Trio sogar das Abschlusstraining am Freitag.

Besonders bitter: Von allen dreien stand nur der Paraguayer Alderete auf dem Platz - und das auch nur für eine Minute. Der Verteidiger wurde in der dritten Minute der Nachspielzeit eingewechselt. Cunha und Cordoba müssen hingegen weiterhin auf ihr Debüt in der Selecao bzw. für Kolumbien warten.

Am Samstag gilt es trotz der außergewöhnlichen Umstände vor allem den Laden hinten dicht zu kriegen. Dem Pokal eingerechnet, hat Hertha schon 13 Gegentore kassiert. 

"Ich glaube, Bayern hat selten so wenige Torchancen bekommen, wie gegen uns und trotzdem haben sie vier Tore geschossen. Das ärgert uns umso mehr."

Der Hauptstadt-Klub hat sich vor allem durch individuelle Fehler um den Lohn gebracht. Da der überwiegende Teil mit den Nationalmannschaften unterwegs war, konnte man in den letzten zwei Wochen nicht wirklich daran arbeiten. "Wir müssen absolut an die Grenze gehen, damit die drei Punkte hierbleiben". 

Titelfoto: Owen Humphreys/PA/dpa, Swen Pförtner/dpa

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