Hertha BSC mit Rotation aus der Abstiegszone: "Wächst etwas zusammen"

Berlin - Hertha BSC steht über dem Strich! Nach einem verdienten 3:0-Sieg über den SC Freiburg kletterten die Berliner vorläufig auf den 14. Tabellenplatz. Überschattet wird das Spiel von der Verletzung Matteo Guendouzis (22), der kurz vor der Halbzeit ausgewechselt werden musste.

Die Spieler von Hertha BSC bejubeln das 2:0 gegen den SC Freiburg.
Die Spieler von Hertha BSC bejubeln das 2:0 gegen den SC Freiburg.  © Michael Sohn/AP pool/dpa

Der Mut von Pal Dardai (45) sollte sich auszahlen. Nach dem wichtigen Punktgewinn gegen den 1. FSV Mainz 05 entschied sich der Hertha-Coach zu einer radikalen Rotation.

Lediglich Keeper Alexander Schwolow (28) und Mittelfeldmotor Guendouzi verblieben nach dem Montagsspiel in der Anfangsformation der Alten Dame.

Nach einer etwas zögerlichen Anfangsphase gingen die Blau-Weißen in der 13. Minute durch Krzysztof Piatek (25) mit 1:0 in Führung. Der polnische Knipser nutzte nach einem Distanzschuss von Jordan Torunarigha (23) einen Fehler von Gäste-Keeper Florian Müller (23) aus.

Nicht einmal zehn Zeigerumdrehungen später erhöhte Abwehrspieler Peter Pekarik (34) nach butterweicher Flanke von Nemanja Radonjic (25) per Kopf auf 2:0 (22. Minute).

Hertha BSC twitterte noch während des Spiels die vorläufige Diagnose bei Matteo Guendouzi

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Matteo Guendouzi im Spiel gegen SC Freiburg mit Verdacht auf Mittelfußbruch ausgewechselt

Kurz vor der Pause musste Herthas Mittelfeldmotor Matteo Guendouzi (22, M.) mit Verdacht auf Mittelfußbruch ausgewechselt werden.
Kurz vor der Pause musste Herthas Mittelfeldmotor Matteo Guendouzi (22, M.) mit Verdacht auf Mittelfußbruch ausgewechselt werden.  © Annegret Hilse/Reuters-Pool/dpa

Kurz vor der Halbzeit musste dann Guendouzi verletzt das Spielfeld verlassen. Hertha BSC twitterte noch während des Spiels, dass sich der Franzose möglicherweise einen Mittelfußbruch zugezogen haben könnte.

Sollte sich diese vorläufige Diagnose bestätigen, so würde der 22-Jährige den Blau-Weißen im Saisonendspurt fehlen. Für den Freitag sind weitere Untersuchungen geplant, die Aufschluss über die Art der Verletzung bringen sollen.

In einem Halbzeitinterview zeigte sich Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich (41) sehr zufrieden mit der bisherigen Mannschaftsleistung: "Das war schon ein souveräner Auftritt."

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In der zweiten Spielhälfte verteidigten die Charlottenburger auch dank Schwolow zunächst souverän die Führung, bevor Radonjic seine starke Leistung in der 85. Minute mit einem herrlichen Solo und dem entscheidenden 3:0 krönte.

Nach dem Spiel lobte Dardai seine Truppe am DAZN-Mikro: "Ich bin hochzufrieden. Das sind drei hochverdiente Punkte. In der Mannschaft wächst etwas zusammen. So schaffen wir das", freute er sich.

Lange Zeit zum Feiern und Ausruhen haben die Herthaner freilich nicht, denn schon am Sonntag (18 Uhr/Sky) steht gegen Arminia Bielefeld der nächste Abstiegskracher im heimischen Olympiastadion an. Wahrscheinlich läuft dann wieder eine vollkommen andere Startformation auf, wenn der ungarische Übungsleiter erneut die Rotationsmaschine anschmeißt.

Titelfoto: Michael Sohn/AP pool/dpa

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