Hertha geht am Stock: Neue Chance für Dodi Lukebakio?

Berlin - Die ohnehin schon lange Verletztenliste von Hertha BSC ist vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt mit Maximilan Mittelstädt erweitert worden. Der Linksverteidiger fällt mit Pfeifferschen Drüsenfieber für den Rest der Saison aus. Nach der 1:4-Klatsche sind die Sorgenfalten von Bruno Labbadia noch einmal größer geworden. 

Per Skjelbred fällt gegen Freiburg aus. Steht Lukebakio (r) wieder in der Startelf?
Per Skjelbred fällt gegen Freiburg aus. Steht Lukebakio (r) wieder in der Startelf?  © Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa, Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

Mit Per Skjelbred und Dedryck Boyata fehlen den Berlinern in der englischen Woche zwei äußerst wichtige Spieler. Gerade der Ausfall des Norwegers wiegt schwer. Ohne den Abräumer verlor die Alte Dame die Ordnung.

"Man sieht, wie wichtig ein Herzstück ist. Per war gerade in den vergangenen Spielen der Organisator vor der Abwehr", sagte Bruno Labbadia auf der Pressekonferenz. 

Mit Santiago Ascacibar hat Hertha einen ähnlich starken Balleroberer in der Hinterhand, doch der Winter-Neuzugang steht mit einem Mittelfußbruch ebenfalls bis Saisonende nicht zur Verfügung.

So langsam aber sicher zeigen sich die Auswirkungen, der neun Wochen langen Corona-Pause und einer Woche Mannschaftstraining vor dem Wiederbeginn. "Ich habe vor dem Re-Start gesagt, dass es absoluter Wahnsinn ist", so Labbadia, der zudem auf Wolf, Dilrosun, Kraft, Netz und Leckie verzichten muss.

Angesichts des Ausfalls seines Mittelfeldkämpfers und Organisators steht der Hertha-Coach gegen den SC Freiburg (Dienstag 20.30/Sky) vor einem PuzzIestück. Die giftigen Freiburger kämpfen noch um Europa und werden dem Hauptstadt-Klub alles abverlangen. "Da müssen wir uns etwas einfallen lassen. Wir müssen sehen, wie das Gefüge am besten funktionieren könnte." 

Immerhin feierte Matheus Cunha nach seiner Gehirnerschütterung sein Comeback. Der Brasilianer ist immer für eine Überraschung gut, ist allerdings körperlich noch nicht für 90 Minuten bereit. Womöglich könnte aber Dodi Lukebakio, der gegen Frankfurt 90 Minuten auf der Bank schmorte, wieder von Anfang an ran. 

Nach seinem Lustlos-Auftritt in Dortmund brachte Labbadia lieber Samardzic, Klünter, Esswein, Stark und Cunha, als den 20 Millionen Euro teuren Belgier (6 Tore/6 Vorlagen). Ein Denkzettel war dies allerdings nicht. Vielmehr hatte der Verzicht auf den schnellen Flügelspieler taktische Gründe.

"Es war kein Spiel für Dodi. Auf dem Flügel wäre er fast nur in der Defensive gebunden gewesen und das ist halt auch nicht seine Stärke", so Labbadia. "Dodi ist immer eine Option. Wir brauchen momentan, wenn man sich unseren Kader anguckt, jeden Spieler."

Titelfoto: Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa, Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

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