Dardai bläst zur Attacke: Hertha BSC gegen Frankfurt mit Offensiv-Power

Berlin - Hertha-Coach Pal Dardai (44) hat sich in der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel von Hertha BSC am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Eintracht Frankfurt angriffslustig gezeigt und eine stürmische Herangehensweise angekündigt.

Pal Dardai (44) zeigt im Training die Richtung an. Gegen Eintracht Frankfurt will der Hertha-Coach offensiv agieren.
Pal Dardai (44) zeigt im Training die Richtung an. Gegen Eintracht Frankfurt will der Hertha-Coach offensiv agieren.  © Andreas Gora/dpa

"Am Ende geht es um Mut – und darum, möglichst ein Tor mehr zu schießen als der Gegner", denn das reiche schließlich zum Sieg, so der Ungar.

Dabei scheint er auf Offensive setzen zu wollen, denn er kündigte an, mit möglichst vielen Stürmern agieren zu wollen.

Sowohl Matheus Cunha (21) als auch Krzysztof Piatek (25) könnten eine zentrale Rolle in seinen Planungen spielen.

Hertha BSC: Das sind die Verlierer der Vorbereitung
Hertha BSC Hertha BSC: Das sind die Verlierer der Vorbereitung

Nach den ersten Trainingseindrücken hält er Cunha für das spielerische Genie der Mannschaft und Piatek habe ihn mit seiner Beweglichkeit beeindruckt.

Auch der unter Ex-Coach Bruno Labbadia (54) in Ungnade gefallene Dodi Lukebakio (23) wusste im Training zu gefallen und konnte seinen neuen Übungsleiter besonders mit seiner Schnelligkeit von sich überzeugen. Von Trainingsfaulheit seit laut Dardai weit und breit keine Spur gewesen.

Insgesamt seien seine ersten Trainingseindrücke sehr positiv ausgefallen. "Ich bin sehr zufrieden mit der bisherigen Trainingsarbeit der Jungs. Wir müssen uns schnell kennenlernen und hart arbeiten. Diese Mannschaft hat ein Riesenpotenzial, ich bin sehr positiv und spüre eine gute, professionelle Einstellung bei allen."

Darüber lasse sich seiner Meinung nach ein Teamgeist aufbauen, sodass einzelne Führungsspieler gar nicht gebraucht werden.

Hertha BSC macht bei Twitter auf die Spieltags-Pressekonferenz mit Pal Dardai aufmerksam

Hertha-Manager Arne Friedrich spürt eine gewisse Aufbruchsstimmung in der Mannschaft

Hertha-Manager Arne Friedrich (41) hat einen sehr engen Draht zu den Spielern aufgebaut und spürt eine gewisse Aufbruchsstimmung in der Mannschaft.
Hertha-Manager Arne Friedrich (41) hat einen sehr engen Draht zu den Spielern aufgebaut und spürt eine gewisse Aufbruchsstimmung in der Mannschaft.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Der neue Hertha-Manager Arne Friedrich (41) bestätigte die Eindrücke des Trainers: "Ich habe einen sehr engen Draht zu den Spielern aufgebaut und spüre, dass gerade ein Ruck durch die Mannschaft geht. Die Jungs spüren eine gewisse Aufbruchstimmung, an der Pal Dardai und sein Team natürlich ihren Anteil haben."

Bei allem Offensivdrang warnt der 44-jährige Coach der Berliner aber auch vor dem Gegner aus Frankfurt: "Wir wissen, wie gut Frankfurt agiert, insbesondere, wenn du ihnen Raum gibst. Das ist eine starke Truppe mit guter Mentalität, der wir mit Respekt begegnen. Aber wir haben auch unsere Qualitäten, insbesondere im Umschaltspiel."

Es sei wichtig, dass schon die Angreifer bei der Balleroberung mitarbeiten und der Mannschaft dabei helfen, den Gegner weit vom eigenen Tor fernzuhalten.

Hertha-Hammer: Alte Dame holt Vedad Ibisevic zurück - mit neuer Aufgabe
Hertha BSC Hertha-Hammer: Alte Dame holt Vedad Ibisevic zurück - mit neuer Aufgabe

Bei dem Unterfangen gegen die Hessen zu punkten, muss Dardai definitiv auf seinen weiterhin verletzten Abwehrchef Dedryck Boyata (30) verzichten. Obendrein fällt auch Angreifer Javairo Dilrosun (22) angeschlagen aus.

Einen weiteren Startelf-Einsatz des erst 17-jährigen Luca Netz wollte Dardai nicht ausschließen: "Ich habe kein Problem damit, junge Spieler reinzuwerfen – auch nicht im Abstiegskampf. Hans Meyer (78) hat es 2004 so gemacht, als ich Spieler war, es hat funktioniert. Dass die Jungs einfach loslegen und nicht zu viel grübeln, kann manchmal helfen!" Diese Herangehensweise würde der Mannschaft sicherlich auch am Samstag guttun.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC: