Muss-Sieg gegen Leverkusen! Diese Statistik macht Hertha Mut

Berlin - Muss Hertha BSC neun Jahre nach dem letzten Abstieg erneut den Gang in Liga zwei antreten? Die Berliner stecken knietief im Abstiegskampf. Erstmals rutschten sie in dieser Saison auf den Relegationsrang ab. Es hätte noch schlimmer kommen können. Nur aufgrund der besseren Tordifferenz steht die Alte Dame nicht auf einem direkten Abstiegsplatz.

Herthas Matteo Guendouzi (l.) und Leverkusens Julian Baumgartlinger im Zweikampf. Das Hinspiel in Leverkusen endete torlos.
Herthas Matteo Guendouzi (l.) und Leverkusens Julian Baumgartlinger im Zweikampf. Das Hinspiel in Leverkusen endete torlos.  © Ina Fassbender/AFP Pool/dpa

Jetzt kommt auch noch Bayer 04 Leverkusen ins Olympiastadion. Die Werkself bringt nach ihrem Patzer gegen Arminia Bielefeld (1:2) jede Menge Wut im Bauch mit, schließlich will Leverkusen in die Champions League.

Hertha hingegen braucht dringend Punkte. Das weiß auch Pal Dardai (45) und fordert den nächsten Heimsieg: "Jetzt kommen die Spiele, wo man punkten muss - nicht nur kann. Für mich zählt Leverkusen dazu. Es ist Abstiegskampf, es ist ein Heimspiel - das musst du gewinnen."

Während die Konkurrenten im Abstiegskampf immer wieder überraschen konnten (Mainz gewann gegen RB Leipzig, Bielefeld gegen Leverkusen und Köln in Dortmund), wartet Hertha noch auf einen Dreier gegen einen Top-Klub.

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Dabei war der Hauptstadt-Klub selbst gegen die Spitzenteams nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft, stand am Ende aber doch mit leeren Händen da.

Dass sich die Punkteausbeute gegen die Großen jetzt ändern könnte, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Die Berliner sind seit drei Spielen gegen die Werkself ungeschlagen.

Hertha BSC seit drei Spielen gegen Bayer Leverkusen ungeschlagen

Pal Dardai fordert einen anderen Auftritt als noch bei Borussia Dortmund.
Pal Dardai fordert einen anderen Auftritt als noch bei Borussia Dortmund.  © Bernd Thissen/dpa

In der Hinrunde gelang mit dem 0:0 immerhin ein Achtungserfolg, in der vergangenen Saison ging Hertha jeweils als Sieger vom Platz. Auch damals kämpfte Bayer am 33. Spieltag noch um den Einzug in die Champions League - und patze in Berlin.

Die große Frage wird aber sein, wie der Hauptstadt-Klub mit dem großen Druck umgeht. Schon gegen Augsburg (2:1), dem ersten "Muss-Sieg", war die Last zu spüren. Allen bei Hertha war klar, dass sie unbedingt gewinnen mussten. Erst ein Last-Minute-Elfmeter von Dodi Lukebakio (23) sorgte für die Erlösung.

Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aber zumindest bei Borussia Dortmund (0:2) aus. Doch selbst wenn die Überraschung gegen eine Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte erneut nicht gelingen sollte, bleiben die Verantwortlichen ruhig. Sie wissen: Die wirklich wichtigen Duelle gegen Köln, Mainz, Schalke und Bielefeld kommen erst noch.

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Dann dürfte es auf die oft erwähnte individuelle Klasse um Matheus Cunha (21), Krzysztof Piatek (25) und Co. ankommen. Im Vergleich zu den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf hat Hertha die meisten Tore erzielt und gleichzeitig die wenigsten Chancen zugelassen. "Wenn wir alle zusammenhalten und alle dem Druck standhalten, dann schaffen wir das", ist Dardai weiterhin optimistisch.

Titelfoto: Ina Fassbender/AFP Pool/dpa

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