Dardai stimmt Hertha aufs Derby ein: "Es ist wichtig, in der Stadt der Beste zu sein"

Berlin - Spätestens mit der Rücknahme der Osterruhe ist klar: Das Derby zwischen dem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC am Ostersonntag (18 Uhr/Sky) kann stattfinden. Für Pal Dardai (45) eine Premiere!

Hertha-Trainer Pal Dardai setzt im Abstiegskampf auf den Teamgeist. Das Derby gegen den 1. FC Union ist für den Ungarn eine Premiere.
Hertha-Trainer Pal Dardai setzt im Abstiegskampf auf den Teamgeist. Das Derby gegen den 1. FC Union ist für den Ungarn eine Premiere.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/POOL/dpa

Noch nie stand der Ungar beim Hauptstadt-Duell an der Seitenlinie oder auf dem Platz. In der Zweitliga-Saison 2010/11 gehörte Dardai zwar noch zum Kader, spielte aber nur für die Amateure und beendete mit dem Aufstieg als Rekordspieler der Berliner seine aktive Karriere.

Das 1:1 in der Alten Försterei, sowie die 1:2-Pleite im Olympiastadion verfolgte er von der Tribüne aus. Sein erstes Bundesliga-Derby will die Hertha-Ikone aber nicht zu hoch hängen. "Für den Trainer sind alle Spiele wichtig", erklärte der Chefcoach in einer digitalen Medienrunde.

Dennoch ist sich auch der 45-Jährige über die Bedeutung des Spiels bewusst. Für ihn gibt es nur ein Ziel: "Es ist wichtig, in der Stadt der Beste zu sein."

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Das Hinspiel hatte die Alte Dame mit 3:1 für sich entscheiden können. Kurios: Seit dem Aufstieg der Eisernen gewann jeweils die Heimmannschaft.

"Jedes Spiel ist jetzt wichtig, aber dieses Spiel hat nochmal einen besonderen Stellenwert. Wir wissen, dass wir an der Alten Försterei etwas gutzumachen haben. Wir haben dort verloren, hatten dann zwei gute Heimspiele gegen Union und wollen jetzt auswärts gewinnen", will sich Maximilian Mittelstädt (24) für die 0:1-Niederlage im November 2019 revanchieren.

Krzysztof Piatek (l) entschied mit einem Doppelpack das Hinspiel. Matteo Guendouzi bejubelt mit dem Polen das zwischenzeitliche 2:1.
Krzysztof Piatek (l) entschied mit einem Doppelpack das Hinspiel. Matteo Guendouzi bejubelt mit dem Polen das zwischenzeitliche 2:1.  © Odd Andersen/AFP-POOL/dpa

Pal Dardai verzichtet auf den Dolmetscher

Nach dem 3:0 über Bayer 04 Leverkusen können die Blau-Weißen mit breiter Brust nach Köpenick fahren. Auch wenn die Berliner weiter Punkte im Kampf gegen den Abstieg brauchen, ist eine Entwicklung klar erkennbar. Hertha ist wieder eine Mannschaft! "Es gibt Sachen, für die man ausgebildet ist. Ich habe schon mehrmals Teamgeist aufgebaut. Bisher hat es immer hingehauen", sagte der 45-Jährige. "Das Team besitzt die oberste Priorität, danach kann man individuell glänzen."

So verzichtet Dardai in der Kabine an Trainingstagen auf einen Dolmetscher. "Die Spieler sollen sich untereinander aushelfen, dadurch entwickelt sich etwas", so der Übungsleiter. Lediglich bei den Teamsitzungen vor den Spielen ist der Dolmetscher dann doch dabei. "Da müssen wir auf Nummer sicher gehen, im Spiel können wir nichts mehr korrigieren."

Titelfoto: Odd Andersen/AFP-Pool/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

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