Hertha-Coach Dardai on fire: "Wir sind die ganze Woche nur gehüpft, sogar zum Essen"

Berlin - Bei Hertha BSC herrscht akute Abstiegsgefahr! Mit nur 17 Punkten aus 20 Spielen stehen die Berliner nur aufgrund der besseren Tordifferenz überm Strich. Weniger Zähler hatte die Alte Dame zuletzt in der Saison 2009/2010 und stieg am Ende ab!

Hertha-Trainer Pal Dardai soll die Berliner vor dem Abstieg bewahren.
Hertha-Trainer Pal Dardai soll die Berliner vor dem Abstieg bewahren.  © Thomas Frey/dpa

Trotz der prekären Situation hat man beim Hauptstadt-Klub nicht den Humor verloren. Allen voran Pal Dardai (44).

Pressekonferenzen mit dem Ungarn haben meist einen hohen Unterhaltungswert, doch vor dem so wichtigen Spiel am Samstag gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr/Sky) war der 44-Jährige besonders gut aufgelegt.

Auf die Frage, wie seine Mannschaft Stuttgarts 2-Meter-Sturm-Riesen Sasa Kalajdzic (23) verteidigen möchte, hatte der neue und alte Hertha-Coach die passende Antwort parat: "Wir sind die ganze Woche nur gehüpft. Sogar die Treppe hoch, wenn wir zum Essen gehen, dürfen sie nur hüpfen."

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Schon zu Beginn seiner zweiten Amtszeit sorgte Dardai mit tierischen Vergleichen für Aufmerksamkeit. So hätte er bei seinem ersten Training damit gerechnet von 20 Alligatoren aufgefressen zu werden.

Dodi Lukebakio (23), der unter Vorgänger Bruno Labbadia (54) nicht mehr im Kader stand, bekam von ihm einen exotischen Stempel aufgedrückt. Der Belgier wurde mit einem Känguru verglichen - aufgrund seiner Schnelligkeit.

Dardai erklärt Kängaru-Vergleich mit Dodi Lukebakio

Pal Dardai gibt Dodi Lukebakio (l.) während des Spiels bei Eintracht Frankfurt Anweisungen.
Pal Dardai gibt Dodi Lukebakio (l.) während des Spiels bei Eintracht Frankfurt Anweisungen.  © Thomas Frey/dpa

Das sorgte bei vielen für Verwunderung. "In Australien lebt das rote Känguru. Dieses Känguru kann neun Meter weit springen, drei Meter hoch springen und läuft mit 60 km/h. Gepard kann ich nicht sagen. Der Gepard ist das schnellste Tier in der Welt, aber Dodi ist nicht der schnellste Stürmer in der Bundesliga", so Dardai.

Seine Tiervergleiche kommen nicht aus einer Laune heraus. "Ich wollte Tierarzt werden. Ich kenne die Tiere, alle Tiere kenne ich. Ob Haustiere oder Wildtiere, ihr könnt Fragen stellen. Ich werde eine sehr gute Antwort geben."

Der Fan-Liebling und Rekordspieler der Hertha ist sich aber der angespannten Lage bewusst. Seine Mannschaft braucht dringend Punkte. Auch wenn der VfB zuletzt ein wenig ins Stocken geraten ist und als Aufsteiger auf dem Papier als machbarer Gegner gilt, will Dardai von dem Druck unbedingt drei Punkte holen zu müssen, nichts wissen.

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"Warum soll ich erzählen, in Stuttgart musst du gewinnen? Wir oft gewinnt Hertha in Stuttgart?", sagte Dardai angesichts der Berliner Bilanz bei den Schwaben. In seiner ersten Amtszeit als Cheftrainer hatte der 44-Jährige in vier Partien beim VfB gerade einmal einen Punkt geholt. Der letzte Sieg liegt schon sieben Jahre zurück. "Ich würde nie sagen, das ist ein leichtes Spiel."

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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