Trotz Risikogebiet: Darum darf Hertha vor Fans spielen!

Berlin - Ohne den positiv auf das Coronavirus getesteten Matteo Guendouzi und einer Vorbereitung mit teilweise nur elf Spielern auf dem Platzt empfängt Hertha BSC am Samstag (15.30 Uhr/Sky) den VfB Stuttgart. Dafür können die Berliner wohl wieder auf die Unterstützung ihrer Fans rechnen.  

Hertha-Fans vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt in der Ostkurve.
Hertha-Fans vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt in der Ostkurve.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Die Alte Dame rechnet wie geplant vorerst mit 5000 Zuschauern im Olympiastadion - und das obwohl die Hauptstadt längst zum Risikogebiet erklärt worden ist.

In Berlin sind trotz des hohen Inzidenzwert von 78,3 (Stand Donnerstagabend) Freiluft-Veranstaltungen von maximal 5000 Teilnehmern erlaubt. Das gilt auch für den Stadionbesuch.

Der Verein stehe im engen Austausch mit den Behörden, diese hätten bestätigt, dass es nach wie vor so durchführbar sei, sagte Herthas Pressesprecher Marcus Jung bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den VfB.

Jung stellte aber angesichts der Infektionszahlen vor allem auch in Berlin klar: "Wir beharren nicht auf irgendwas."

Sollte sich an der Einschätzung der Behörden etwas ändern, werde Hertha kurzfristig reagieren. Derzeit würden die Behörden und das Gesundheitsamt von einem sehr geringen bis keinem Infektionsrisiko ausgehen.

Wie lautstark die Unterstützung am Ende sein wird, wird sich zeigen. Beim vergangenen Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (1:3) sorgten die 4000 zugelassenen Fans noch für ordentlich Stimmung auf den Rängen. Diesmal könnte es jedoch eine stille Angelegenheit werden. Laut der Berliner Corona-Infektionsschutzverordnung sind Fan-Gesänge und Sprechchöre verboten.

Hertha-Fans dürfen im Stadion nicht singen

Bruno Labbadia plagen vor dem Spiel gegen den VfB noch einige Fragezeichen.
Bruno Labbadia plagen vor dem Spiel gegen den VfB noch einige Fragezeichen.  © Swen Pförtner/dpa

Via Stadionsprecher will der Verein die Zuschauer vor dem Spiel auch noch mal an die entsprechende Verordnung daran erinnern. Neben einer Durchsage würden auch entsprechende Anmerkungen auf den Eintrittskarten auf das Verbot hinweisen, erklärte Jung.

Beim Stadtrivalen 1. FC Union Berlin war es bei einem Testspiel zu Fan-Gesängen und Sprechchören gekommen. Anders als Stadtnachbar Hertha BSC hatten die Eisernen auf entsprechende Hinweise verzichtet.

Von einer Strafe sah das Gesundheitsstadtrat in Treptow-Köpenick einem rbb-Bericht zufolge aber ab. Es gebe keinen Passus im Bußgeldkatalog, der dazu passe, erklärte Bernd Geschanowski, Gesundheitsstadtrat in Treptow-Köpenick.

Welche Spieler Bruno Labbadia (54) überhaupt zur Verfügung stehen, weiß der ehemalige Profi selbst noch nicht. Angreifer Jhon Córdoba (27) wurde beispielsweise erst am späten Donnerstagabend von der kolumbianischen Nationalmannschaft zurückerwartet.

Im Laufe des Freitags würden dann alle Testergebnisse vorliegen. "Dann werden wir sehen, welchen Kader wir beisammen haben", so der Hertha-Coach.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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