Platzte der Götze-Transfer zu Hertha wegen Karim Rekik?

Berlin - Es wäre der Königstransfer von Hertha BSC gewesen. Bis zuletzt sah es so aus, als könnte Mario Götze (28) seine Karriere in Berlin fortsetzen. Dass sich der ehemalige BVB-Star am Ende für PSV Eindhoven entschied, lag offenbar auch an einem ehemaligen Verteidiger: Karim Rekik (25).

Hertha BSC buhlte auch um Mario Götze. Karim Rekik (r.) verließ Berlin am Deadline Day.
Hertha BSC buhlte auch um Mario Götze. Karim Rekik (r.) verließ Berlin am Deadline Day.  © Tom Weller/dpa, Soeren Stache/dpa

Weil der Abwehrspieler am Deadline Day seinen Wechselwunsch ausdrücklich geäußert hat, brauchten die Berliner dringend in der Defensive Ersatz, zumal Stammverteidiger Jordan Torunarigha (23) noch wochenlang ausfällt. 

Der Niederländer hatte auch schon den passenden Verein parat. Für vier Millionen Euro wechselte Rekik zum Europa-League-Dauersieger FC Sevilla. Im Gegenzug wurde Hertha beim FC Basel fündig und verpflichtete Omar Alderete (23).

Die Prioritäten hatten sich aber erstmal verschoben. Ein möglicher Götze-Transfer musste erstmal warten. Der 63-fache Nationalspieler war ohnehin ablösefrei und hätte auch nach Ablauf der Transferperiode unter Vertrag genommen werden können.

Wie die "Sport Bild" berichtet, kam es am nächsten Tag erneut zu einem Telefonat mit Bruno Labbadia (54). Schon vor dem Deadline Day soll es zu einem 100-minütigen Telefongespräch gekommen sein. Demnach soll Labbadia schon eine genaue Vorstellung gehabt haben, wo der 28-Jährige in seinem System zukünftig spielen soll.

Wie auch Sportdirektor Arne Friedrich (41) hätte der Hertha-Coach den feinen Techniker gerne in Berlin gesehen, eine Zusage konnte der 54-Jährige aber nicht geben - anders als Roger Schmidt (53).

Noch am selben Tag traf sich Götze mit dem PSV-Trainer in Eindhoven. Eine halbe Stunde später fuhr Offensivspieler zur Vertragsunterschrift nach Eindhoven und Hertha ging leer aus. So ganz überzeugt schien man in Berlin aber nicht gewesen zu sein.

Neben der extremen medialen Aufmerksamkeit, die sein Transfer mit sich bringen würde, sorgte auch sein Fitnesszustand für Fragezeichen.

Titelfoto: Tom Weller/dpa, Soeren Stache/dpa

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