Labbadia macht Hoffnung: Neue Chance für Herthas Kalou?

Berlin - Bekommt Salomon Kalou unter Bruno Labbadia seinen verdienten Abschied? Herthas Musterprofi und größter Star spielte unter Jürgen Klinsmann keine Rolle mehr, durfte den Verein im Winter verlassen.  

Salomon Kalou beim ersten Training unter Bruno Labbadia.
Salomon Kalou beim ersten Training unter Bruno Labbadia.  © Jan-Philipp Burmann/Hertha BSC via City-Press GmbH/dpa

Aus einem Wechsel in die Premier League am Deadline Day wurde jedoch nichts. Der Ivorer blieb in Berlin.

An seiner sportlichen Situation änderte sich trotz des Blitz-Abgangs allerdings nicht. Vor dem Debüt von Klinsmann-Nachfolger Alexander Nouri keimte noch kurz Hoffnung auf, doch zwischenzeitlich durfte der ehemalige Champions League-Sieger nicht einmal mehr mit der Mannschaft trainieren. 

Inzwischen ist auch der Deutsch-Iraner wieder Geschichte. Hertha BSC hat auf die Corona-Pause reagiert und den für Sommer geplanten Trainerwechsel vorgezogen. Der neue Mann an der Seitenlinie: Bruno Labbadia.

Zum mittlerweile vierten Mal bietet sich für die Herthaner in dieser Spielzeit ein Neuanfang an - auch für Kalou? 

"Bei mir wird keiner zur Seite getan, wenn er nicht goldene Löffel geklaut hat. Ich weiß, dass ich jeden Spieler brauche. Wenn ich Respekt erwarte, muss ich bei mir selbst anfangen. Ibisevic und Kalou sind sehr verdiente Spieler", erklärt Labbadia in einer Skype-Schalte mit den Medienvertretern und macht den beiden Oldies durchaus Hoffung. "Wenn sie der Mannschaft helfen können, werden sie ihre Einsätze haben."

Bruno Labbadia ist der inzwischen vierte Hertha-Trainer in dieser Saison.
Bruno Labbadia ist der inzwischen vierte Hertha-Trainer in dieser Saison.  © Jan-Philipp Burmann/Hertha BSC via City-Press GmbH/dpa

Sollte Herthas Schlitzohr in den Planungen von Labbadia noch eine Rolle spielen könnte er theoretisch noch die 50-Tore-Marke in der Bundesliga knacken. In 151 Spielen im deutschen Oberhaus traf Kalou bislang 48 mal. Doch so oder so droht dem Publikumsliebling nach sechs Jahren Berlin ein trauriger Abschied. Wenn die Saison fortgesetzt wird, dann höchstens nur noch als Geisterspiele.

Die Spielzeit könnte für die Berliner sogar im Worst-Case-Szenario enden. Trotz sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz hat Hertha den Klassenerhalt noch nicht sicher. Auf Labbadia wartet noch viel Arbeit. "Am schwierigsten ist, eine Achse zu bilden. Durch drei Trainerwechsel ist es so, dass sich das Gebilde ständig ändert. Ich habe keine Mannschaft vorgefunden, die vor Selbstvertrauen strotzt."

Titelfoto: Jan-Philipp Burmann/Hertha BSC via City-Press GmbH/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0