"Wir haben null Druck": Herthas Khedira bei VfB-Rückkehr nur auf der Bank!

Berlin - Trotz der prekären Situation haben die Profis von Hertha BSC den Spaß nicht verloren. Den Wintereinbruch trotzten die Berliner mit einer Spaßeinheit im Schnee. Mittlerweile ist der Schenckendorffplatz aber wieder so weit vom Schnee befreit, dass eine normale Vorbereitung möglich ist. Auch, wenn der Frost Spuren hinterlassen hat.

Sami Khedira (33) begann beim VfB Stuttgart seine Profikarriere. Gegen seinen Ex-Klub wird er zunächst nur auf der Bank sitzen.
Sami Khedira (33) begann beim VfB Stuttgart seine Profikarriere. Gegen seinen Ex-Klub wird er zunächst nur auf der Bank sitzen.  © Andreas Gora/dpa

"Ich habe immer lieber einen schlechteren Platz zum Trainieren und einen guten Platz, um Fußball zu spielen", erklärte Pal Dardai (44) auf der Pressekonferenz. "Vom Schlechteren zum Besseren, ist immer besser."

Unter dem neuen und alten Coach ist die Zuversicht zurück. Bei seinem Comeback bei Eintracht Frankfurt (1:3) hielt Hertha gut mit und auch der FC Bayern München (0:1) hatte an den Berlinern zu knabbern. Was fehlt, sind die Punkte.

"Stuttgart ist eine sehr unangenehme Mannschaft. Es ist nicht einfach gegen sie zu spielen. Wir müssen vorbereitet sein. Es wird wahrscheinlich auch weh tun", weiß der 44-Jährige, was die Berliner erwartet.

Angesichts des straffen Programms mit den Champions-League-Aspiranten RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg ist der VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) als Aufsteiger vom Papier her noch der leichteste Gegner. Den Druck unbedingt gewinnen zu müssen, spürt der Ungar aber nicht.

"Wenn die Spieler so weitermachen, wie in den ersten zwei Spielen, kommen irgendwann die Punkte. Wir haben null Druck. Druck ist, wenn du am letzten Spieltag gewinnen musst."

Pal Dardai setzt auf Santi Ascacibar und Lucas Tousart

Sami Khedira klatscht nach seinem Debüt für Hertha BSC gegen den FC Bayern München mit Pal Dardai (r.) ab.
Sami Khedira klatscht nach seinem Debüt für Hertha BSC gegen den FC Bayern München mit Pal Dardai (r.) ab.  © Michael Sohn/AP-Pool/dpa

Für Winter-Neuzugang Sami Khedira (33) ist die Rückkehr nach Stuttgart eine ganz besondere. Der Routinier wuchs beim VfB zum Welt-Star heran, wurde 2007 Deutscher Meister, ehe er drei Jahre später zu Real Madrid und später zu Juventus Turin wechselte.

Vergangenen Freitag feierte Khedira gegen die Bayern nach zehneinhalb Jahren sein Bundesliga-Comeback - dort wo alles begann. Beim 2:2 im Berliner Olympiastadion im Oktober 2006 wurde der spätere Weltmeister erstmals in der Bundesliga eingewechselt. Gegen seinen Ex-Klub wird der Mittelfeldkämpfer aber wohl erstmal nur auf der Bank sitzen.

"Er ist ein Tick zu spät zu uns gekommen", erklärte Dardai. "Irgendwann kommt der Moment, wo er eine Halbzeit spielt oder noch mehr."

Ein Startelf-Einsatz kommt nach seiner langen Pause noch zu früh. Grundsätzlich ist Herthas Chefcoach mit seinem Neuzugang aber zufrieden. "Es sieht immer besser aus. Das Training gestern war top, auch wie er sich in der Kabine bewegt und verhält."

Wie schon in den Spielen zuvor werden wieder Santiago Ascacibar (23) und Lucas Tousart (23) das Zentrum dichtmachen. Auch im Hinblick auf die so wichtige Achse einer Mannschaft. "Das hat gut funktioniert, da muss man den Zweien die Chance geben", so Dardai.

Verzichten muss der Ungar weiterhin auf gleich fünf wichtige Spieler: Dedryck Boyata (30), Jhon Cordoba (27), Javairo Dilrosun (22), Marvin Plattenhardt (29) und Jordan Torunarigha (23).

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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