"Ein jüngerer Skjelbred": Herthas Ascacibar ist wieder wichtig

Berlin - Wenn Hertha BSC am Samstag beim VfB Stuttgart um drei wichtige Punkte kämpft, werden aller Voraussicht nach wieder die Qualitäten von Santiago Ascacibar (23) gefragt sein. Der kleine Argentinier könnte nach zwei Spielen unter dem neuen und alten Coach Pal Dardai (44) als einer der Spieler, die vom Trainerwechsel profitiert haben, bezeichnet werden.

Per Skjelbred (33, l.) verließ Hertha BSC am Saisonende. Santiago Ascacibar (23, r.) hat seine Verletzungsprobleme überstanden.
Per Skjelbred (33, l.) verließ Hertha BSC am Saisonende. Santiago Ascacibar (23, r.) hat seine Verletzungsprobleme überstanden.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa, Andreas Gora/dpa

Bei Eintracht Frankfurt (1:3) und gegen den FC Bayern München (0:1) stand der nur 1,68 Meter große Mittelfeldkämpfer jeweils in der Startelf. Das ist insofern bemerkenswert, da er in der gesamten Amtszeit von Bruno Labbadia (54) nur bei seiner Premiere in Hoffenheim (3:0) für drei Minuten eingewechselt worden war, auch weil er immer wieder von Verletzungen geplagt war.

Als Wunschspieler von Jürgen Klinsmann (56) vor einem Jahr für rund elf Millionen Euro aus Stuttgart geholt, stand der 23-Jährige in der gesamten Hinrunde nicht eine Sekunde auf dem Platz.

Setzte ihn zu Saisonbeginn eine Fußverletzung außer Gefecht, machte ihm später eine hartnäckige Muskelverletzung zu schaffen. Doch nun ist Ascacibar wieder fit und gegen seinen Ex-Klub gefragt.

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"Santi ist ein laufstarker und disziplinierter Spieler. So wie wir aktuell auftreten, brauchen wir Balleroberer im Mittelfeld. Sami Khedira, Lucas Tousart und Santi können diese Rolle gut ausfüllen", erklärte Dardai am Montag in einer Medienrunde.

Sami Khedira sitzt gegen seinen Ex-Klub nur auf der Bank

Sami Khedira (33, l.) spricht bei seiner Einwechselung mit seinem Trainer Pal Dardai. Der ehemalige Juve-Star feierte gegen den FC Bayern München sein Comeback in der Bundesliga.
Sami Khedira (33, l.) spricht bei seiner Einwechselung mit seinem Trainer Pal Dardai. Der ehemalige Juve-Star feierte gegen den FC Bayern München sein Comeback in der Bundesliga.  © Michael Sohn/AP-Pool/dpa

Die mangelnde Spielpraxis ist Herthas Nummer 18 noch etwas anzumerken, doch der Südamerikaner ist für den Abstiegskampf prädestiniert. Er ist bissig in den Zweikämpfen, stopft viele Löcher und gibt keinen Ball verloren.

"Sami und Lucas haben vielleicht ein saubereres Passspiel, aber Santi arbeitet dafür einen Tick mehr – ein bisschen wie Per Skjelbred. Santi ist ein jüngerer Skjelbred. Er ist ein guter Junge und das wichtigste für ihn ist, dass er gesund ist."

Skjelbred war zwar in seinen sieben Jahren Berlin nie der torgefährlichste, aber nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz unglaublich wichtig. Den Abgang der Führungsspieler um Per Skjelbred (33), Marko Grujic (24), Vedad Ibisevic (36) und Salomon Kalou (35) hat Hertha nie verkraftet.

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Diese Lücke soll nun Sami Khedira (33) schließen. Der 33-Jährige feierte am Freitagabend mit seinem Kurzeinsatz sein Bundesliga-Comeback - nach zehneinhalb Jahren.

Gegen seinen Ex-Klub wird der Weltmeister von 2014 zunächst aber nur auf der Bank sitzen. "Erstmal ist es so geplant, dass er in der Endphase oder in der Halbzeit kommt, je nachdem wie der Spielstand ist. Und dann werden wir das immer wieder steigern", so Dardai.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa, Andreas Gora/dpa

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