Hertha schießt Schalke noch tiefer in die Krise! Tasmania-Rekord wackelt gewaltig

Berlin - Hertha BSC sorgt für eine Verlängerung der Horror-Serie des FC Schalke 04! Die Alte Dame gewann das Bundesliga-Spiel am Samstagabend mit 3:0 (1:0). Die Schalker sind nun schon seit 30 Liga-Partien (!) ohne Sieg. Der Uralt-Rekord vom SV Tasmania Berlin (31 Begegnungen ohne Sieg) wackelt gewaltig.

Herthas Matteo Guendouzi (l.) im Zweikampf mit Schalkes Omar Mascarell.
Herthas Matteo Guendouzi (l.) im Zweikampf mit Schalkes Omar Mascarell.  © Annegret Hilse/Pool via REUTERS/dpa

Matteo Guendouzi (36. Minute) hatte Hertha in Führung gebracht. Jhon Cordoba erhöhte kurz nach dem Seitenwechsel auf 2:0 (52.) und Krzysztof Piatek sorgte mit dem 3:0 für die Entscheidung und den Endstand (80.).

Bruno Labbadia tauschte nach der 1:4-Schlappe beim SC Freiburg kräftig durch. Marvin Plattenhardt, Omar Alderete, Lucas Tousart und Cordoba rutschten für Jordan Torunarigha, Maximilian Mittelstädt, Krzysztof Piatek (alle Bank) und Dedryck Boyata (verletzt) in die Startelf.

Noch vor dem Anpfiff musste der Hertha-Coach nach der Verletzung von Boyata die nächste Hiobsbotschaft verkraften. Javairo Dilrosun wird den Berlinern wegen einer Bänderverletzung im Knie die nächsten Wochen fehlen.

Sein Gegenüber Christian Gross nahm bei seinem Debüt als Schalke-Trainer ebenfalls vier Veränderungen vor. Der Schweizer konnte auf den wieder genesenen Mark Uth bauen. Im Tor setzte er auf Ralf Fährmann - der schon nach 90 Sekunden eingreifen musste. Plattenhardt versuchte es aus 30 Metern per Freistoß.

Die Gäste versteckten sich aber keineswegs und suchten den Weg nach vorne. Hertha wirkte in den ersten Minuten zu passiv. Die Anfangsphase ging klar an den Krisen-Klub, auch wenn Chancen noch ausblieben.

Die Startelf von Hertha BSC

Die Anfangself vom FC Schalke 04

Matteo Guendouzi bringt Hertha BSC in Führung, Jhon Cordoba erhöht

Matteo Guendouzi jubelt nach seinem Tor zum 1:0.
Matteo Guendouzi jubelt nach seinem Tor zum 1:0.  © Annegret Hilse/Pool via REUTERS/dpa

Von den Berlinern war nichts zu sehen. Erst nach einem Konter wurde es dann aber plötzlich brandgefährlich.

Alexander Schwolow machte das Spiel schnell. Matheus Cunha steckte auf den freien Dodi Lukebakio durch, doch Fährmann vereitelte die erste Großchance (23.). Auf der Gegenseite verhinderte Schwolow gegen Uth mit einer Glanztat den Einschlag (28.).

Das Spiel nahm nun an Fahrt auf, auch weil die Gastgeber endlich aktiver wurden. Cordoba setzte sich klasse gegen Ozan Kabak durch, spielte scharf nach innen, wo Lukebakio keinen Druck hinter den Ball bekam (33.). Da war mehr drin!

Nur drei Minuten später zappelte der Ball dann aber im Netz. Cunhas Versuch konnte zunächst noch geblockt werden, doch Guendouzi behielt die Ruhe und schlenzte die Kugel in die lange Ecke - 1:0 (36.)! Dabei blieb es zur Pause.

Anders als noch zu Beginn der Partie kam Hertha diesmal gut aus der Kabine. Man wollte frühzeitig alles klarmachen und belohnte sich für den Aufwand. Cunha eroberte im Mittelfeld den Ball und nahm Vladimir Darida mit. Dessen Hereingabe in den Rücken der Abwehr verwertete Coroda eiskalt - 2:0 (52.)

FC Schalke 04 fehlt nur noch ein Spiel zum Negativ-Rekord von Tasmania Berlin

Matthew Hoppe von Schalke ärgert sich über eine verpasste Chance.
Matthew Hoppe von Schalke ärgert sich über eine verpasste Chance.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/POOL/dpa

Hertha hatte das Geschehen nun im Griff. Die Gäste wirkten extrem angeschlagen. Nach vorne ging nun gar nichts mehr. Ein Aufbäumen fand nicht statt.

Die Alte Dame hingegen wollte mehr und spielte konsequent aufs nächste Tor. Fährmann verhinderte gegen Alderete und Cunha Schlimmeres.

Besonders bitter: Der erst kurz zuvor eingewechselte Steven Skrzybski musste nach nur wenigen Minuten verletzt wieder runter.

Zehn Minuten vor dem Ende sorgte der kurz zuvor neu gekommene Piatek dann endgültig für die Entscheidung. Darida setzte den Polen klasse in Szene, frei vor Fährmann behielt Herthas Pistolero mit einem Flachschuss die Ruhe und Übersicht - 3:0 (80.).

Die Alte Dame konnte sich nach den zuletzt enttäuschenden Auftritten über den zweiten Heimsieg der Saison und drei ganz wichtige Punkte freuen.

Die Knappen warten hingegen schon seit 30 Spielen auf einen Sieg. Schon nächste Woche könnte der Tasmania-Rekord gegen die TSG 1899 Hoffenheim (Samstag/15.30 Uhr/Sky) eingestellt werden. Hertha BSC muss am Sonntag zu Arminia Bielefeld (18 Uhr/Sky).

Titelfoto: Annegret Hilse/Pool via REUTERS/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0