Herthas irrer Deadline Day: Darum kehrt Löwen zurück

Berlin - Drei Neue für Hertha BSC! Am Deadline Day schlug der Hauptstadt-Klub noch einmal auf dem Transfermarkt kräftig zu. Arsenal-Star Mattéo Guendouzi (21), Abwehrspieler Omar Alderete (23) und Augsburg-Rückkehrer Eduard Löwen (23) verstärken die Berliner.

Eduard Löwen kehrt vorzeitig zu Hertha BSC zurück.
Eduard Löwen kehrt vorzeitig zu Hertha BSC zurück.  © Matthias Balk/dpa

Das ermöglicht allerdings auch zwei Abgänge. Während Karim Rekik (25) sein Glück beim FC Sevilla sucht, schließt sich Arne Maier (21) Arminia Bielefeld an. Herthas Top-Talent wird für ein Jahr ausgeliehen, verlängerte vorher aber noch seinen bis 2022 laufenden Vertrag um ein weiteres Jahr. 

Damit geht eine äußerst schwierige Transferphase zu Ende. Trotz der Windhorst-Millionen kam der Hauptstadt-Klub nicht wie erhofft zum Zug. Vieles ließ sich nicht realisieren. 

"Fakt ist, dass wir uns die Transferperiode anders gewünscht haben", erklärte Bruno Labbadia (54) bereits vor dem Spiel bei Bayern München (3:4).

Wochenlang hatte die Alte Dame um Lyons Jeff Reine-Adelaide (22) gebuhlt. Ein Transfer kam letzten Endes aber nicht zustande, sodass sich der Franzose OGC Nizza anschloss (Leihe inklusive Kaufoption).

Stattdessen ist nun ein alter Bekannter zurück, den davor in Berlin keiner mehr auf dem Zettel hatte: Eduard Löwen! Der 23-Jährige sah unter Jürgen Klinsmann keine Perspektive mehr und ließ sich für eineinhalb Jahre zum FC Augsburg verleihen. Nun wurde die Leihe vorzeitig beendet.

Hertha BSC hat in der Zentrale Handlungsbedarf

Eduard Löwen im Zweikampf mit Unions Sebastian Andersson.
Eduard Löwen im Zweikampf mit Unions Sebastian Andersson.  © Andreas Gora/dpa

"Edu hat in dem halben Jahr in Augsburg viel Spielpraxis sammeln können. Das war das Ziel der Leihe. Jetzt brauchen wir ihn aber mit seiner Physis und seiner Power wieder bei Hertha", kommentierte Manager Michael Preetz die Rückkehr.

Nach den Abgängen von Ondrej Duda (25), Marko Grujic (24) und Per Skjeldbred (33) hatten die Berliner vor allem in der Zentrale Handlungsbedarf. Mit Löwen bekommt Labbadia wieder mehr Möglichkeiten. Der Mittelfeldakteur kann sowohl als Sechser, Achter oder Zehner spielen. 

In Augsburg zeigte der ehemalige Nürnberger durchaus ansprechende Leistungen. In 16 Rückrundenspielen gelang der Hertha-Leihgabe zwei Tore und eine Vorlage. Seine Flexibilität ist in gewisser Weise zum Problem geworden. Beim FCA wusste man nicht mehr wohin mit Löwen.

Auf der Doppelsechs setzt Heiko Herrlich (48) auf Rani Khedira (26) und Carlos Gruezo (25). Auch hinter den Spitzen hat der Augsburg-Coach mit Marco Richter (22), Michael Gregoritsch (26) und Fredrik Jensen (23) genügend Auswahl. 

Das Problem: Seine Lieblingsposition als Achter mit offensiven Freiheiten ist im System von Herrlich derzeit nicht vorhanden. Ganz anders in der Hauptstadt: Dort kann man den variablen Mittelfeldkämpfer gut gebrauchen.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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