Hertha BSC schlägt sich selbst und verzweifelt an Wolfsburgs Keeper

Berlin - Das war ein Samstag zum Vergessen: Am 23. Bundesliga-Spieltag kassierte Hertha BSC beim Champions-League-Anwärter VfL Wolfsburg eine bittere 0:2-Pleite – ohne eigentlich unterlegen gewesen zu sein.

Pal Dardai (44) steht mit verschränkten Armen am Spielfeldrand. Nach dem Spiel haderte der Hertha-Coach mit dem Schicksal.
Pal Dardai (44) steht mit verschränkten Armen am Spielfeldrand. Nach dem Spiel haderte der Hertha-Coach mit dem Schicksal.  © Swen Pförtner/dpa

Ein Fakt ist bezeichnend für das gesamte Spiel: In der ersten Halbzeit gingen die Wölfe in Führung, ohne auch nur einen einzigen Schuss auf das Tor von Rune Jarstein (36) abgegeben zu haben.

"Wir sind sehr enttäuscht, haben ein gutes Spiel gemacht und hatten genug Torchancen. Aber am Ende sind es null Punkte", bemerkte der Hertha-Keeper nach Spielende.

In der 37. Spielminute fabrizierte Abwehrspieler Lukas Klünter (24) ein unglückliches Eigentor nach einer scharfen Hereingabe von Ridle Baku (22).

Auch in der Folge waren die Herthaner bei Weitem nicht chancenlos, scheiterten aber immer wieder an Wolfsburgs überragendem Schlussmann Koen Casteels (28).

Nach dem Schlusspfiff haderte Hertha-Coach Pal Dardai (44) mit dem Schicksal: "Wir haben auch unsere Möglichkeiten gehabt, machen ein unglückliches Eigentor, haben genug Chancen, trotzdem steht es am Ende 0:2. Das ist Schicksal, das musst du einfach akzeptieren."

Im zweiten Durchgang parierte Kasteels aus kürzester Distanz einen Kopfball von Deyovaisio Zeefuik (22) und hielt später nochmals stark gegen Jhon Cordoba (27).

Hertha-Coach Pal Dardai äußert sich bei der Pressekonferenz nach dem Spiel beim VfL Wolfsburg

Hertha BSC scheitert an mangelhafter Chancenauswertung und eklatanter Standardschwäche

Herthas Spieler reagieren enttäuscht nach dem Schlusspfiff.
Herthas Spieler reagieren enttäuscht nach dem Schlusspfiff.  © Swen Pförtner/dpa

Dann wurde auch noch ein zunächst verhängter Strafstoß für die Alte Dame nach Ansicht der Videobilder zurückgenommen, bevor Krzysztof Piatek (25) wenig später aus spitzem Winkel am rechten Außenpfosten scheiterte.

"Das ist ein wenig psychologischer Druck, im Training treffen die Jungs. Wenn du keine Tore machst, ist es schon ein gefährliches Spiel", konstatierte Dardai nach der Partie.

So kam es schließlich, wie es kommen musste: Kurz vor Schluss köpfte Maxence Lacroix (20) nach einer Ecke von Maximilian Arnold (26) die Kugel zum 2:0 für Wolfsburg ins Tor - Game over!

Die Standardschwäche der Berliner besiegelte die Niederlage. Es war der mittlerweile 18. Gegentreffer nach einem ruhenden Ball - nur der FC Schalke 04 steht in dieser Bilanz noch schlechter da.

Mit nun mittlerweile neun Spielen ohne Sieg in der Bundesliga stellten die Charlottenburger ihren Negativ-Rekord aus dem Frühjahr 2014 ein. Dardai wartet derweil immer noch auf den ersten Sieg nach seiner Rückkehr auf die Trainerbank.

Im Heimspiel gegen den FC Augsburg am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist ein Dreier eigentlich schon Pflicht, denn sollten die Fuggerstädter am heutigen Sonntag (15.30 Uhr/Sky) beim 1. FSV Mainz 05 verlieren, würde sich die Alte Dame auf dem Relegationsplatz wiederfinden.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa (Bildmontage)

Mehr zum Thema Hertha BSC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0