Investor Windhorst: Hertha BSC soll Juventus Turin der Bundesliga werden

Berlin - An Ambitionen mangelt es dem zurzeit kriselnden Hauptstadtklub Hertha BSC wahrlich nicht, zumindest wenn man den Worten von Investor Lars Windhort (44) trauen darf.

Investor Lars Windhort (44) macht sich über einen drohenden Abstieg in die 2. Bundesliga keine Gedanken. Vielmehr träumt er davon, in Berlin ein ähnliches Fußball-Imperium zu errichten, wie der Agnelli-Clan bei Juventus Turin.
Investor Lars Windhort (44) macht sich über einen drohenden Abstieg in die 2. Bundesliga keine Gedanken. Vielmehr träumt er davon, in Berlin ein ähnliches Fußball-Imperium zu errichten, wie der Agnelli-Clan bei Juventus Turin.  © Christophe Gateau/dpa

Der Millionen-Investor möchte bei der Alten Dame nämlich trotz sportlicher Krise und Problemen mit der Club-Führung eine Fußball-Dynastie gründen wie der Agnelli-Clan bei Juventus Turin.

Weitere Geldversprechen über die bislang vereinbarten 374 Millionen Euro hinaus gibt es für den Berliner Bundesligisten aber noch nicht.

"Es ist nichts geplant. Wir werden Hertha BSC langfristig begleiten und werden alles, was in unserem Einflussbereich steht, dafür tun, dass dieses Projekt zum Erfolg führt. Wir haben uns definitiv nicht engagiert, um auf halber Strecke eine Niederlage einzustecken", sagte Windhorst in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Das Szenario eines Absturzes in die 2. Bundesliga und mögliche massive finanzielle Einbußen schiebt Windhorst gedanklich noch zur Seite.

"Ich gehe fest davon aus, dass wir nicht absteigen werden. Deshalb denke ich gar nicht daran", betont er.

Windhorst glaubt fest an die Qualität von Hertha BSC und schiebt einen möglichen Abstieg weit von sich

Auf Hertha BSC warten in der Bundesliga-Rückrunde noch stürmische Zeiten, schließlich steht die Alte Dame nur knapp vor der Abstiegszone.
Auf Hertha BSC warten in der Bundesliga-Rückrunde noch stürmische Zeiten, schließlich steht die Alte Dame nur knapp vor der Abstiegszone.  © John Macdougall/AFP POOL/dpa

"Ich glaube fest an die Qualität der Mannschaft und an den Trainer, der es schafft, diese Qualität in eine geschlossene Einheit zusammenzuführen. Das werden wir in den nächsten Wochen schon sehen. Von daher stellt sich die Frage nicht", sagte der 44-Jährige auf die Frage nach einem möglichen Ende seines Investments im Abstiegsfall.

Nach 20 Spielen rangieren die Berliner auf dem 15. Platz ganz knapp vor der Abstiegszone.

Trotz einiger Kommunikationsschwierigkeiten mit der Club-Führung, die Windhorst als "Ruckeleien" und "Abtasten" bezeichnete, will er eine Hertha-Ära prägen.

"Wir können uns durchaus vorstellen, hier zehn, zwanzig, dreißig Jahre engagiert zu bleiben. Es gibt auch Beispiele, wo andere Unternehmen sich langfristig im Fußball engagiert haben, Juventus Turin zum Beispiel mit der Familie Agnelli. Es würde mich freuen, wenn das möglich ist, das ist definitiv mein Wunsch", sagte der Investor.

Bereut habe er sein 2019 gestartetes Engagement "gar nicht, noch nie", versicherte Windhorst.

Titelfoto: John Macdougall/AFP POOL/dpa, Christophe Gateau/dpa (Bildmontage)

Mehr zum Thema Hertha BSC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0