Moukoko vor Bundesliga-Debüt: Stiehlt Herthas Piatek dem Mega-Talent die Show?

Berlin - Auf diesen Geburtstag hat ganz Fußball-Deutschland gewartet. Dortmunds Youssoufa Moukoko (16) ist am Freitag 16 Jahre alt geworden. Nur einen Tag später könnte der Angreifer gegen Hertha BSC (20.30 Uhr/DAZN) sein Debüt im Oberhaus geben - als jüngster Bundesliga-Spieler aller Zeiten.

Dortmunds Youssoufa Moukoko (16, l.) könnte gegen Herthas Krzysztof Piatek sein Bundesliga-Debüt feiern. (Bildmontage)
Dortmunds Youssoufa Moukoko (16, l.) könnte gegen Herthas Krzysztof Piatek sein Bundesliga-Debüt feiern. (Bildmontage)  © Revierfoto/dpa, Stefan Puchner/dpa-Pool/dpa

Ob das BVB-Wunderkind aber tatsächlich im Olympiastadion auflaufen wird, ließ Lucien Favre (63) offen. "Wir werden sehen", so der Schweizer auf der Pressekonferenz. "Er hat als Spieler fantastisches Potenzial. Er ist schon sehr, sehr gut. Es macht Spaß, mit ihm zu trainieren."

Borussia Dortmund braucht nach der knappen Niederlage gegen den FC Bayern München (2:3) die drei Punkte, um im Meisterkampf weiterhin mitreden zu können. Hertha hingegen will den Aufwärtstrend fortsetzen und hofft ihrerseits auf einen Spieler, der seit seinem Wechsel vergangenen Winter noch auf den Durchbruch wartet: Krzysztof Piatek (25).

Der Pole konnte die Erwartungen bislang nicht erfüllen. Nach dem Re-Start musste Herthas Pistolero zunächst Vedad Ibisevic (36) den Vortritt lassen, um anschließend seinen Stammplatz an Jhon Cordoba (27) zu verlieren.

Der Kolumbianer fällt allerdings noch bis mindestens Ende des Jahres aus. Das ist die Chance für den 24-Mio.-Stürmer!

"Er brennt auf die Partie am Samstag und auch auf die nächsten Wochen, um zu zeigen, was in ihm steckt", berichtet Manager Michael Preetz (53). "Der Aufwärtstrend ist klar zu erkennen. Er hat gut trainiert in den letzten Wochen, er hatte einen guten Einsatz in Augsburg und konnte den Faden weiterspinnen mit dem Tor im Länderspiel gegen die Ukraine. Das alles wird ihm guttun."

Krzysztof Piatek muss bei Hertha BSC seine Stärken noch besser einbringen

Krzystof Piatek (25) jubelt nach seinem Treffer zum 3:0.
Krzystof Piatek (25) jubelt nach seinem Treffer zum 3:0.  © Stefan Puchner/dpa-Pool/dpa

Schon beim 3:0 gegen den FC Augsburg zeigte der polnische Nationalspieler, warum der Hauptstadt-Klub 24 Millionen Euro auf den Tisch gelegt hat. Der Knipser ersetzte zur Pause den verletzten Cordoba und war sofort auf Betriebstemperatur. Piatek bereitete das 2:0 durch Dodi Lukebakio (23) vor, traf den Pfosten und erzielte das 3:0 selbst.

Anders als Herthas Sturmtank Cordoba, der durch seine Robustheit auch lange Bälle festmachen kann, hat der 25-Jährige seine Stärken vor allem im Abschluss.

Hertha hofft, dass ihm die jüngsten Auftritte Rückenwind geben und er auch gegen den BVB seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor unter Beweis stellt. "Er muss seine Gefährlichkeit noch mehr in die Halbräume reinbringen", so Bruno Labbadia (54) und fordert, "dass er da noch öfter reinstartet. Da hat er im letzten Spiel gegen Augsburg einen guten Anfang gemacht."

Auch wenn Piatek ein ganz anderer Spielertyp ist, wird Herthas Übungsleiter an seinem System festhalten. "Er muss sein Spiel nicht komplett umstellen, sondern seine Stärken einbringen. Und wir müssen seine Stärken noch mehr zum Vorschein bringen, indem wir ihn noch besser einsetzen."

Titelfoto: Revierfoto/dpa, Stefan Puchner/dpa-Pool/dpa

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