Furioses Labbadia-Debüt als Hertha-Coach! "Alte Dame" demontiert Hoffenheim

Berlin - Was für ein Debüt von Bruno Labbadia! Hertha BSC feierte beim Geisterspiel bei der TSG Hoffenheim einen überzeugenden 3:0- (0:0)Auswärtssieg.

Hoffenheims Florian Grillitsch (v) im Zweikampf mit Herthas Matheus Cunha.
Hoffenheims Florian Grillitsch (v) im Zweikampf mit Herthas Matheus Cunha.  © Thomas Kienzle/AFP/POOL/dpa

Ein Eigentor von Kevin Akpoguma (58. Minute) hatte die Berliner auf die Siegerstraße gebracht. Vedad Ibisevic (60.) und Matheus Cunha (74.) sorgten für den 3:0-Endstand.

Entgegen der Erwartungen setzte Labbadia in seinem ersten Spiel als Hertha-Trainer nicht auf sein favorisiertes 4-3-3, sondern auf das klassische 4-5-1. Auch die Startelf hatte einige Überraschungen parat. 

70 Tage nach dem 2:2 gegen Werder Bremen nahm Labbadia gleich sieben Veränderungen vor. Rune Jarstein ist wieder die Nummer eins im Tor. Zudem rutschten Peter Pekaraik, Marko Grujic, Per Skjelbred, Dedryck Boyata, Vedad Ibisevic und Dodi Lukebakio in die erste Elf. Die Winter-Neuzugänge Krzysztof Piatek und Santiago Ascacibar saßen nur auf der Bank.

Beiden Mannschaften war die lange Pause anzumerken. Ein Spielfluss kam weder bei Hertha noch bei den Gastgebern zustande. Die Anfangsphase war geprägt von vielen Zweikämpfen.

Erst Mitte der ersten Hälfte erhöhte sich die Schlagzahl. Cunha und Ibisevic hatten die ersten Halbchancen (22.), während Torunarigha klasse gegen Bebou blocken konnte (24.).

Nur wenig später hatten die Berliner Glück, dass Baumgartner nach einer Flanke frei vor Jarstein den Ball nicht richtig treffen konnte (28.). Hertha setzte gegen die spielerische Klasse der TSG weiter auf Zweikämpfe und hatte kurz vor der Pause selbst die große Chance, in Führung zu gehen. Erst konnte Posch in letzter Sekunde ein Ablage auf Ibisevic verhindern (33.), dann vergab Cunha die erste Hundertprozentige (43.).

Ibisevic konnte sich robust durchsetzen, bediente im Strafraum den Brasilianer, der frei vor Baumann scheiterte. Das hätte die Führung sein müssen.   

Ibisevic und Cunha erhöhen für Hertha BSC

Die Mannschaft bejubelt das 1:0.
Die Mannschaft bejubelt das 1:0.  © Thomas Kienzle/AFP/POOL/dpa

Hertha hatte die Hausherren auch nach der Pause weiterhin gut im Griff. Dennoch wären sie beinahe ins Hintertreffen geraten. Der eingewechselte Beier vergab die Riesenchance, als er freistehend das Tor verfehlte.

Besser machten es die Gäste. Immer wieder strahlte die "Alte Dame" über Kapitän Ibisevic Gefahr aus. Es brauchte jedoch ein Eigentor, um den Knoten platzen zu lassen. 

Pekarik zog von der Strafraumgrenze volley ab, Akpoguma wollte noch retten, haute den Ball mit dem Schienbein aber ins eigene Tor - 1:0 (58).

Nur 120 Sekunden später lag der Ball erneut im Kasten der TSG. Der auffällige Ibisevic verwandelte eine Flanke von Mittelstädt per Kopf zum 2:0 (60.).

Hoffenheim hatte an dem Doppelschlag zu knabbern und vergab durch Grillitsch und Geiger den nächsten Hochkaräter. Stattdessen machte es Cunha brasilianisch. An der Außenlinie vernaschte er erst Akpoguma und konnte aus spitzem Winkel schließlich auch noch Baumann überwinden - 3:0 (74.)

Die Gastgeber gaben sich noch nicht geschlagen, gingen aber weiterhin fahrlässig mit ihren Chancen um, sodass sie Jarstein nicht mehr überwinden konnten. Auf der anderen Seite hätte der eingewechselte Arne Maier in der Nachspielzeit beinahe sein erstes Bundesligator erzielt, traf aber nur den Pfosten. 

Titelfoto: Thomas Kienzle/AFP/POOL/dpa

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