Übermut tut selten gut: Wollte Hertha BSC zu schnell den Sprung schaffen?

Berlin - Pal Dardai (44) hat die Fehler von Hertha BSC in den vergangenen Monaten mit Übermut begründet. Über einen möglichen Abstieg mache er sich jedoch noch keine Sorgen.

In einem Interview bezog Coach Pal Dardai (44) Stellung zu den Fehlern, die seiner Meinung nach in den vergangenen Monaten von Hertha BSC begangen wurden.
In einem Interview bezog Coach Pal Dardai (44) Stellung zu den Fehlern, die seiner Meinung nach in den vergangenen Monaten von Hertha BSC begangen wurden.  © Tom Weller/dpa

"Hertha wollte vielleicht etwas zu schnell den Sprung schaffen. Aber es geht nicht einfach von 0 auf 100 - nicht in der Liebe und nicht im Fußball. Es muss sich entwickeln", sagte der Nachfolger von Trainer Bruno Labbadia (55) dem Kicker am Donnerstag.

"Es ist für uns ein sehr gefährliches Jahr. Als ich in die Kabine kam, haben manche weder Deutsch noch Englisch gesprochen", berichtete der Ungar.

Ohne Teamgeist und gemeinsame Sprache habe es aber gar keinen Sinn, über Taktik zu sprechen. Inzwischen sei das besser geworden. "Wir sind zusammengerückt. Unsere Basis ist sehr fest", lobte Dardai.

Er sei immer noch überzeugt davon, mit der Alten Dame die Klasse zu halten. Die Aufgabe sei "schwer, aber machbar", sagte der 44-Jährige und bezeichnete sie als schwierigste seiner Karriere.

"Fehlende Führungsspieler, zu wenig Teamgeist und viele Sprachen in der Kabine - das war die Situation."

Pal Dardai ist weiterhin zuversichtlich, den drohenden Abstieg von Hertha BSC abwenden zu können

In der Bundesliga steht Hertha nach 22 Spielen und acht Partien ohne Sieg auf Rang 15 und ist punktgleich mit Arminia Bielefeld. Der Aufsteiger hat aber ein Spiel weniger absolviert. "Ich bin wirklich ganz ruhig. Ich schlafe gut. Solange das so ist, ist alles gut. Problematisch wird es erst, wenn ich nicht mehr gut schlafe", sagte Dardai.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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