Hertha BSC und die bange Frage nach dem Ersatz für Khedira und Cunha

Berlin - Ausgerechnet im "Muss-Spiel" zwischen Hertha BSC und dem FC Augsburg muss Coach Pal Dardai (44) am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf seinen neuen Leader Sami Khedira (33) verzichten. Doch ein anderer Ausfall könnte noch stärker ins Gewicht fallen.

Hertha-Coach Pal Dardai (44, l.) musste Sami Khedira (33) im Spiel gegen Wolfsburg nach 53. Minuten verletzt auswechseln.
Hertha-Coach Pal Dardai (44, l.) musste Sami Khedira (33) im Spiel gegen Wolfsburg nach 53. Minuten verletzt auswechseln.  © Soeren Stache/dpa POOL/dpa

Khedira war erst in der Wintertransfer-Periode nach Berlin gewechselt und wurde als Hoffnungsträger gehandelt, obwohl er lange Zeit kein Pflichtspiel für seinen Ex-Klub Juventus Turin bestritten hatte.

Mit seiner langjährigen Erfahrung sollte er der Alten Dame auf und abseits des Platzes im Abstiegskampf weiterhelfen.

Bei der bitteren 0:2-Auswärtspleite gegen den VfL Wolfsburg stand der Mittelfeldmotor erst zum zweiten Mal in der Startelf und musste in der zweiten Hälfte verletzt ausgewechselt werden. Für die kommenden Partien fällt der Stratege mit einem Muskelfaserriss in der Wade nun aus.

"Dieses Risiko haben wir einkalkuliert, damit müssen wir klarkommen", erklärte Dardai im Nachhinein bei einem digitalen Mediengespräch.

In Sachen Ersatz für den 33-Jährigen könne der Ungar auf mehrere Spieler zurückgreifen. Lucas Tousart (29) sei im Mittelfeld mittlerweile gesetzt. An seiner Seite könnten beispielsweise der spielstarke Matteo Guendouzi (21) oder der kämpferisch stärkere Santiago Ascacibar (24) agieren.

Allerdings betonte der 44-jährige Übungsleiter auch, dass man Khedira nicht einfach austauschen könne.

Hertha BSC muss gegen den FC Augsburg unter anderem auf Sami Khedira und Matheus Cunha verzichten

Mit dem Ausfall von Matheus Cunha fehlt Hertha BSC der bislang beste Scorer gegen den FC Augsburg

Herthas Matheus Cunha (21, l.) im Zweikampf mit Wölfe-Abwehrspieler Marin Pongracic (23). Der Brasilianer musste in Wolfsburg mit einer Verletzung in der Kabine bleiben.
Herthas Matheus Cunha (21, l.) im Zweikampf mit Wölfe-Abwehrspieler Marin Pongracic (23). Der Brasilianer musste in Wolfsburg mit einer Verletzung in der Kabine bleiben.  © Swen Pförtner/dpa

Ein anderer Ausfall könnte dem Coach allerdings wesentlich mehr Kopfzerbrechen bereiten, denn ausgerechnet Matheus Cunha (21), Herthas bislang bester Scorer mit sieben Toren und sieben Vorlagen, fällt mit einer Oberschenkelverletzung ebenfalls aus.

Doch auch für diesen Rückschlag hat Dardai bereits eine Lösung parat: Sollten beide gesund sein, so habe er vor, mit Jhon Cordoba (27) und Krzysztof Piatek (25) als Doppelspitze zu agieren. Gegen Wolfsburg hätten die beiden gemeinsam viel Druck auf den Gegner erzeugt und würden sich gut ergänzen.

Durch seine Fähigkeit, Bälle festzumachen, ermögliche Cordoba das Nachrücken der Mittelfeldspieler. Piatek sei hingegen am besten im gegnerischen Strafraum aufgehoben und müsse mit Flanken und Pässen gefüttert werden.

In erster Linie sei es laut Dardai jedoch wichtig, den Kampf gegen die aggressiven Fuggerstädter anzunehmen: "Augsburg hat eine disziplinierte, leidenschaftliche Mannschaft, die gut zusammenarbeitet. Wir werden die gleichen Qualitäten auf den Platz bringen müssen!"

Und der Trainer hat gute Erinnerungen an den kommenden Gegner, gegen den er während seiner ersten Amtszeit einst seinen ersten Heimsieg als Bundesliga-Coach feierte - Wiederholung erwünscht!

Titelfoto: Soeren Stache/dpa POOL/dpa

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