Enttäuschende Hertha verliert gegen Frankfurt: Eintracht erobert die Tabellenspitze

Berlin - Ein Abend zum Vergessen! Nur wenige Wochen nach dem letzten Aufeinandertreffen unterlag Hertha BSC erneut Eintracht Frankfurt. Die Hessen siegten gegen enttäuschende Berliner deutlich mit 3:1 (2:0) und können sich zumindest bis mindestens Samstagmittag Tabellenführer nennen.

Dedryck Boyta bringt André Silva zu Fall.
Dedryck Boyta bringt André Silva zu Fall.  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

André Silva hatte Frankfurt per Strafstoß in Führung gebracht (30. Minute). Noch vor der Pause konnte Bas Dost auf 2:0 erhöhen (36.). Nach dem Seitenwechsel erzielte Sebastian Rode das 3:0 (70.). Ein Eigentor von Martin Hinteregger brachte Hertha noch einmal heran (76.).

Getreu dem Motto "never change a winning team" vertraute Bruno Labbadia exakt jener Elf, die  Werder Bremen zum Auftakt 4:1 schlagen konnte. 

Sein Gegenüber Adi Hütter nahm zwei Veränderungen vor. Almamy Touré und Stefan Ilsanker verdrängten Danny da Costa und Dominik Kohr auf die Bank.

Erstmals seit 202 Tagen durften wieder Zuschauer ins Berliner Olympiastadion. Die 4000 zugelassenen Hertha-Fans machten sich vom Anpfiff weg bemerkbar und peitschten ihre Mannschaft nach vorne.

Den etwas aktivieren Eindruck machten in der Anfangsphase aber die Gäste. Nach 15 Minuten musste Hütter jedoch bereits wechseln. Für Kostic ging es nach einem Zusammenprall mit Torunarigha nicht mehr weiter. Der Serbe wurde durch Zuber ersetzt.

Hertha tat sich gegen robuste Frankfurter schwer. Im Spiel nach vorne fehlte es noch an Ideen. Immer wieder versuchten es die Hausherren mit langen Bällen. Die Gäste wiederum machten den reiferen Eindruck und gingen nicht unverdient in Führung.

Die Startaufstellung von Hertha BSC

Die Startaufstellung von Eintracht Frankfurt

Hertha gegen die Eintracht: Bast Dost baut Frankfurter Führung per Kopf aus

Bas Dost jubelt nach seinem Kopfballtor zum 2:0.
Bas Dost jubelt nach seinem Kopfballtor zum 2:0.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Boyata hatte André Silva imn Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter Bastian Dankert zeigte sofort auf den Punkt, der Portugiese trat selbst an und verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:0 (30.).

Mit Wut im Bauch suchte Hertha die direkte Antwort, doch Trapp rettete erst gegen Cunha und kratzte dann noch eine Direktabnahme von Lukebakio stark von der Linie.

Stattdessen mussten die Gastgeber den nächsten Nackenschlag verkraften, Bas Dost erhöhte nach einem Freistoß per Kopf auf 2:0 (36.).

Ein Dreifach-Wechsel sollte die Wende bringen. Cordoba, Maier und Zeefuik ersetzen den unauffälligen Piatek, Darida und Pekarik. 

Hertha war durchaus gewillt die Partie noch zu drehen, doch im Spiel nach vorn fehlte es weiterhin an Ideen und Durchschlagskraft. 

Es blieb ein zerfahrenes Fußballspiel. Selbst einfachste Pässe wollten den Gastgebern nicht gelingen und dann kam auch noch Pech dazu. Cordobas Kopfball verfehlte das Tor nur um Zentimeter (57.).

Gerade als die Berliner drauf und dran waren den Anschlusstreffer zu erzielen, wurde es doppelt bitter. Erst musste der gerade erst eingewechselte Maier angeschlagen wieder runter, dann erhöhten die Gäste durch einen Schlenzer von Rode auf 3:0 (70.).

Sechs Minuten später brachte Torunarigha die Gastgeber noch einmal heran. Der Abwehrspieler stürmte in den Strafraum, spielte den Ball scharf nach innen, wo Hinteregger vor Lukebakio klären wollte, das Spielgerät aber ins eigene Tor bugsierte - 1:3 (76.).

Die Alte Dame versuchte in der Schlussphase noch einmal Druck aufzubauen, blieb aber weiterhin zu harmlos. Stark vergab die letzte Gelegenheit. Die Blau-Weißen haben damit die Chance auf den perfekten Saisonstart verpasst und müssen die Tabellenführung den Frankfurtern überlassen.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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