Hertha ohne Chance: Müde Berliner verlieren gegen Stuttgart

Berlin - Der Fehlstart ist perfekt! Hertha BSC hat auch sein zweites Heimspiel gegen den VfB Stuttgart verloren. Am vierten Spieltag der Fußball-Bundesliga kassierte die Alte Dame nach einer schwachen Leistung ein 0:2 (0:1).

Herthas Jhon Cordoba (r.) kämpft gegen Atakan Karazor von VfB Stuttgart um den Ball.
Herthas Jhon Cordoba (r.) kämpft gegen Atakan Karazor von VfB Stuttgart um den Ball.  © Andreas Gora/dpa

Oliver Kempf hatte die Gäste vor 4000 Zuschauern im Olympiastadion schon früh in Führung gebracht (9. Minute). Gonzalo Castro sorgte für den 2:0-Endstand (68.).

Mit Spannung wurde die Aufstellung der Berliner erwartet. Erst spät kehrten die Nationalspieler zurück - meist ohne Spielpraxis. Im Falle von Neuzugang Matteo Guendouzi sogar mit einer Corona-Infektion.

"Wir müssen das Beste daraus machen", hatte Bruno Labbadia vor dem Spiel mehrfach betont und tauschte seine Elf auf lediglich zwei Positionen. Marvin Plattenhardt und Mathew Leckie ersetzten Deyovaisio Zeefuik und Dodi Luekbakio (beide Bank).

Sein Gegenüber Pellegrino Matarazzo musste verletzungsbedingt die komplette Abwehr umbauen. 

Statt Konstantinos Mavropanos, Waldemar Anton, Borna Sosa (alle verletzt), sollten Pascal Stenzel, Atakan Karazor und Tanguy Coulibaly hinten für Sicherheit sorgen.

Die Gastgeber wurden gleich kalt erwischt. Zunächst scheiterte Kalajdzic per Kopf noch am Pfosten, doch Kempf machte es besser. Nach einem Freistoß wurde der Verteidiger völlig alleine gelassen und nickte ein - 0:1 (9.). Die frühe Führung für den VfB.

Die Startelf von Hertha BSC

Die Anfangsformation vom VfB Stuttgart

Oliver Kempf bringt VfB früh in Führung

Stuttgarts Marc Oliver Kempf trifft zum 1:0.
Stuttgarts Marc Oliver Kempf trifft zum 1:0.  © Andreas Gora/dpa

Hertha fand in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht statt. Die Hausherren kamen einfach nicht in die Zweikämpfe. Zu allem Überfluss musste auch noch Pekarik verletzt runter. Für ihn kam Zeefuik in die Partie.

Erst nach und nach kämpften sich die Berliner in die Partie. So mussten die Hertha-Fans bis zur 31. Minute warten, ehe Cordoba erstmals aufs Tor schoss.

Dass eine missglückte Abwehraktion von Mangala noch die gefährlichste Chance war, war bezeichnend für den schwachen Auftritt im ersten Durchgang. Kobel war aber zur Stelle.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Hertha fand überhaupt nicht in die Partie und hatte Glück, dass Kalajdzic nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff einen absoluten Hochkaräter liegen ließ. 

So blieben die Alte Dame im Spiel. Lukebakio setzte Kobel unter Druck, der prompt den Ball verlor, seinen Fehler gegen Cunha aber wieder ausbaden konnte (53.). Wenig später verfehlte Boyatas Kopfball nur um Zentimeter das Tor (58.).

Gonzalo Castro sorgt für die Entscheidung

Stuttgarts Gonzalo Castro jubelt nach seinem Treffer zum 2:0.
Stuttgarts Gonzalo Castro jubelt nach seinem Treffer zum 2:0.  © Andreas Gora/dpa

Der Hauptstadt-Klub war jetzt endlich da, brachte sich aber wie so häufig in dieser Saison selbst um den Lohn. Nach einem unnötigen Ballverlust von Zeefuik hatte Castro aus gut 20 Metern plötzlich freie Schussbahn - 0:2 (68.).

Der Treffer zeigte Wirkung. Ein wirkliches Aufbäumen fand nicht mehr statt. Die Blau-Weißen warfen in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne, konnten Kobel aber nicht mehr wirklich gefährlich werden.

Die Herthaner haben damit auch das zweite Heimspiel in den Sand gesetzt und kassierten in der noch frühen Saison schon die dritte Pleite. 

Für Hertha geht es nächsten Samstag (15.30 Uhr/Sky) mit einem schweren Auswärtspiel weiter. Der Hauptstadt-Klub muss zu RB Leipzig. Der VfB Stuttgart empfängt einen Tag zuvor den 1. FC Köln. 

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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