Erschreckend schlechte Hertha patzt in Bielefeld!

Berlin - Dem geglückten Jahresauftakt folgte der nächste Dämpfer! Hertha BSC hat den 15. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einer bitteren Niederlage abgeschlossen. Die sonst so auswärtsstarken Berliner verloren wegen eines Treffers von Reinhold Yabo (64. Minute) mit 0:1 (0:0) beim DSC Arminia Bielefeld.

Bielefelds Ritsu Doan (l.) im Kampf um den Ball mit Herthas Marvin Plattenhardt (r.).
Bielefelds Ritsu Doan (l.) im Kampf um den Ball mit Herthas Marvin Plattenhardt (r.).  © Friso Gentsch/dpa

Schon vor dem Anpfiff musste Bruno Labbadia nach den Verletzungen von Dedryck Boyata und Javairo Dilrosun kurzfristig auf den nächsten Leistungsträger verzichten. Matheus Cunha - beim 3:0 gegen den FC Schalke 04 noch einer der Auffälligsten - fiel wegen anhaltender Leistenprobleme aus. Der Brasilianer wurde durch Maximilian Mittelstädt ersetzt.

Sein Gegenüber, Uwe Neuhaus, nahm gleich vier Veränderungen vor. Hertha-Leihgabe Arne Maier saß jedoch zunächst nur auf der Bank.

Der Aufsteiger hatte sich im Vorfeld durchaus einiges ausgerechnet, die erste Chance gehörte aber den Gästen aus Berlin. Nach einem langen Ball legte Peter Pekarik im Strafraum zurück auf Jhon Cordoba. Der Kolumbianer traf den Ball aber nicht richtig (7.). Das gleiche Problem hatte er nur drei Minuten später (10.).

Hertha übernahm zwar die Kontrolle, es fehlte allerdings an Ideen im Spielaufbau. Die Arminen setzten auf viel Körperlichkeit und versuchten es vor allem mit langen Schlägen.

Die Partie plätscherte so vor sich hin, ehe sich Hertha, wie schon so häufig in dieser Saison, selbst in Schwierigkeiten brachte. Fabian Klos kam nach einem Zupfer von Niklas Stark im Strafraum zu Fall (35.). Schiedsrichter Guido Winkmann zeigte sofort auf den Punkt.

Die Startelf von Hertha BSC

Die Aufstellung von Arminia Bielefeld

VAR meldet sich, Guido Winkmann nimmt Elfmeter gegen Hertha BSC zurück

Bielefelds Reinhold Yabo (r.) im Zweikampf mit Omar Alderete (l.) aus Berlin.
Bielefelds Reinhold Yabo (r.) im Zweikampf mit Omar Alderete (l.) aus Berlin.  © Friso Gentsch/dpa

Der Kölner Keller hatte allerdings etwas dagegen. Winkmann schaute sich die Szene nochmal genauer an und revidierte seine Entscheidung. Glück für die Alte Dame! Erst nach vier Minuten Unterbrechung rollte der Ball wieder.

Die Berliner taten sich gegen den Aufsteiger weiter unheimlich schwer. Der Hauptstadt-Klub agierte viel zu fahrig, ohne Tempo und Kreativität.

Auch die Pause versprach aus Sicht der Hertha wenig Besserung. Omar Aldererte trat über die Kugel und ermöglichte den Bielefeldern die bislang größte Chance des Spiels. Frei vor Schwolow traf Yabo aber nur den Außenpfosten.

Die Gäste waren erschreckend schwach. Ganz anders die Hausherren. Die Arminia kam mit Schwung aus der Kabine. Ritsu Doan zwang Schwolow zur ersten Parade.

Es passte zum unglücklichen Auftritt der Berliner, dass Yabo nach einem Einwurf die verdiente Führung erzielen konnte.

Der bullige Mittelfeldspieler drückte Pekarik weg und jagte den Ball in die Maschen - 1:0 (64.). Trotz des grenzwertigen Einsatzes hatte der Kölner Keller diesmal nichts dagegen.

Hertha BSC mit ganz schwacher Leistung in Bielefeld

Reinhold Yabo (2.v.l.) erzielt das entscheidende Tor für Bielefeld.
Reinhold Yabo (2.v.l.) erzielt das entscheidende Tor für Bielefeld.  © Friso Gentsch/dpa

Besonders bitter: Der erst zur Pause eingewechselte Ngankam musste nach 15 Minuten schon wieder runter. Für ihn kam Krzystof Piatek. Die Berliner versuchten jetzt den Schalter umzulegen, es spielten aber weiterhin nur die Gastgeber. Doan traf mit seinem Distanzschuss nur den Pfosten traf.

Und bei der Alten Dame? Ein erkennbares Aufbäumen fand nicht statt. Es sollte einfach nichts gelingen. Der vermeintliche Ausgleichstreffer von Piatek zählte wegen Handspiels zu Recht nicht (86.). Anschließend passierte nichts mehr.

Während sich der Aufsteiger über wichtige drei Punkte freuen kann, muss Labbadia den nächsten Dämpfer hinnehmen. Mit nur noch drei Punkten Vorsprung auf die Ostwestfalen kommt Hertha der Abstiegszone wieder näher.

Für Hertha geht es am Samstag (15.30 Uhr) mit dem nächsten Abstiegs-Kracher weiter. Sie müssen zum 1. FC Köln. Arminia Bielefeld spielt zur selben Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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