Hertha-Krise spitzt sich zu: Alte Dame verliert deutlich gegen Hoffenheim!

Berlin - Die nächste Enttäuschung! Hertha BSC hat zum Hinrundenabschluss mit 0:3 (0:1) gegen TSG 1899 Hoffenheim verloren. Ex-Herthaner Sebastian Hoeneß verschärft damit die Krise bei der Alten Dame, die die Hinrunde mit nur 17 Punkten beenden.

Herthas Krzysztof Piatek (r.) ärgert sich nach seinem verschossenen Elfmeter.
Herthas Krzysztof Piatek (r.) ärgert sich nach seinem verschossenen Elfmeter.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Sebastian Rudy hatte Hoffenheim mit 1:0 in Führung gebracht (33. Minute). Andrej Kramaric erhöhte auf 2:0 (68.) und machte mit einem Freistoß zum 3:0 (88.) seinen Doppelpack perfekt.

Zudem scheiterte Herthas Krzysztof Piatek vom Punkt an TSG-Keeper Oliver Baumann (12.).

Der Coach der Gastgeber, Bruno Labbadia, tauschte seine Elf nach der Nullnummer beim 1. FC Köln auf nur einer Position aus. Matheus Cunha stand überraschenderweise wieder von Beginn an auf dem Rasen. Der zuletzt schwache Dodi Lukebakio (Bank) erhielt eine Pause.

Nach Korkut-Übernahme: Wird Pal Dardai wieder die Hertha-Jugend trainieren?
Hertha BSC Nach Korkut-Übernahme: Wird Pal Dardai wieder die Hertha-Jugend trainieren?

Auch Hoffenheim-Trainer Hoeneß nahm nur eine Veränderung vor. Christoph Baumgartner ersetzte Ilhas Bebou (Bank).

Hertha übernahm gleich die Spielkontrolle, ohne sich aber große Chancen erspielen zu können. Nach zehn Minuten wurde es aber kurios. Ein eigentlich schon geklärter Freistoß landete über Umwege bei Jhon Cordoba, der von Kasim Adams leicht am Fuß getroffen wurde.

Schiedsrichter Harm Osmers zeigte sofort auf den Punkt. Statt wie zuletzt Cunha schnappte sich Piatek den Ball, scheiterte aber an Baumann. Der Torwart hatte die Ecke geahnt (13.).

Die Startelf von Hertha BSC

Die Anfangself der TSG 1899 Hoffenheim

Hertha-Stürmer Krzysztof Piatek verschießt Elfmeter, Sebastian Rudy bringt Hoffenheim in Führung

Herthas Lucas Tousart (v.-l.) versucht sich gegen TSG-Stürmer Munas Dabbur (r.) zu behaupten.
Herthas Lucas Tousart (v.-l.) versucht sich gegen TSG-Stürmer Munas Dabbur (r.) zu behaupten.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Die Hausherren, die erneut mit einer Doppelspitze agierten, ließen sich von dem verschossenen Elfmeter jedoch nicht beeindrucken und suchten weiter den Weg nach vorne. Erst trat Cordoba über den Ball, dann verfehlte Peter Pekarik das Tor (17.).

Die TSG überließ im Duell des 13. gegen den 14. überwiegend dem Gastgeber die Kugel, doch Cordoba vergab per Kopf die nächste Gelegenheit.

Es kam, wie so häufig im Fußball: Wenn man vorne die Tore nicht macht, klingelt es auf der anderen Seite. Mit dem ersten Torschuss gingen die bis dahin harmlosen Gäste in Führung. Rudys Abschluss wurde von Matteo Guendouzi noch leicht abgefälscht - 1:0 für die Kraichgauer (33.)!

Ein alter Bekannter bei Hertha: Wie viel "Fez" machen Korkut und Aracic?
Hertha BSC Ein alter Bekannter bei Hertha: Wie viel "Fez" machen Korkut und Aracic?

Der Treffer erzielte Wirkung. Hertha wollte, konnte sich aber keine guten Torchancen erspielen. Nach einem Freistoß hatte Niklas Stark dann doch noch einmal die große Gelegenheit auf den Ausgleich. Der Verteidiger tauchte frei vor Baumann auf, traf den Ball aber nicht (45.).

Auch für den zweiten Durchgang hatten sich die Berliner viel vorgenommen und kamen druckvoll aus der Kabine. Große Chancen ließen aber noch auf sich warten.

Andrej Kramaric sorgt für die Entscheidung: TSG 1899 Hoffenheim schlägt Hertha BSC klar!

TSG-Doppelpacker Andrej Kramaric bejubelt seinen Treffer zum 2:0.
TSG-Doppelpacker Andrej Kramaric bejubelt seinen Treffer zum 2:0.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Labbadia setzte nun alles auf eine Karte und brachte mit Dodi Lukebakio und Luca Netz frische Kräfte die Offensive. Doch die Aufgabe wurde noch schwerer.

Samassekou zog aus der Distanz ab, sein Schussversuch misslang, doch statt im Seitenaus landete der Ball bei Kramaric. Der Kroate ließ sich sieben Meter vor dem Tor die Chance nicht nehmen und erhöhte - 2:0 (68.).

Es kam nun alles zusammen. Wie schon in der ersten Halbzeit kassierten die Berliner in einer eigentlich guten Phase den nächsten Nackenschlag. Mit Daishawn Redan kam zwar noch der letzte verbliebende Stürmer von der Bank, die Wende blieb aber aus.

So setzte Kramaric den Schlusspunkt. Der kroatische Vize-Weltmeister krönte seine starke Leistung mit einem Freistoß zum 3:0-Endstand (88.).

Hertha beendete die Hinrunde also mit der nächsten Enttäuschung! Mit nur 17 Punkten hängen die Blau-Weißen weiter im unteren Tabellendrittel fest.

Für den Hauptstadtklub geht es bereits am Samstagabend weiter. Sie eröffnen die Rückrunde mit dem Topspiel gegen den SV Werder Bremen (18.30 Uhr/Sky). Hoffenheim empfängt am Sonntag den 1. FC Köln (18 Uhr/Sky).

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC: