Wiedersehen mit der Ex: Macht Hertha-Trainer Bruno Labbadia die 100 voll?

Berlin - Ohne Zuschauer will Hertha BSC gegen den VfL Wolfsburg den Negativlauf stoppen. Für Bruno Labbadia (54) ist es das erste Wiedersehen mit seinem Ex-Verein. Der 54-Jährige hatte die Wölfe 2018 im Abstiegskampf übernommen und über die Relegation in den Europapokal geführt.

Bruno Labbadia kassierte zuletzt vier Niederlagen in Folge.
Bruno Labbadia kassierte zuletzt vier Niederlagen in Folge.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Dort wollen die Berliner langfristig auch hin. Die Realität sieht aber anders aus. Nach fünf Spieltagen hat der Hauptstadt-Klub erst drei Zähler auf dem Konto. 

Herthas Vorteil: Labbadia kennt die Mannschaft. "Es ist schon was anderes als normal. Es sind viele Spieler dabei, die ich geholt habe oder die schon da waren", berichtet der Hertha-Trainer auf der Pressekonferenz und warnt vor seinen ehemaligen Schützlingen.

"Sie sind sehr, sehr eingespielt. Die Spieler haben sich durch die Erfolge weiterentwickelt . Sie arbeiten gut zusammen, treten als Mannschaft auf und können auch noch gut Fußball spielen."

Kurios: Mitten in der Krise jagt der Hertha-Coach einen persönlichen Rekord. Gewinnt die Alte Dame gegen seinen Ex-Klub, wäre es für den gebürtigen Darmstädter der 100. Sieg als Trainer. 

Die eigene Rekordmarke ist letztendlich aber nur Nebensache. "Der Sieg würde mir viel mehr bedeuten", so der Übungsleiter. "Die Mannschaft braucht das. Es würde ihr einfach gut tun."

Hertha BSC wartet noch auf den ersten Heimsieg

Matteo Guendouzi im Zweikampf mit Chelseas N'Golo Kante. Die Arsenal-Leihgabe könnte sein Debüt für Hertha feiern.
Matteo Guendouzi im Zweikampf mit Chelseas N'Golo Kante. Die Arsenal-Leihgabe könnte sein Debüt für Hertha feiern.  © John Walton/PA Wire/dpa

Dafür müsste seine Mannschaft im eigenen Wohnzimmer das Auswärtsgesicht zeigen. Hertha ist im Olympiastadion nach Niederlagen gegen Eintracht Frankfurt (1:3) und Aufsteiger VfB Stuttgart (0:2) noch immer ohne Punktgewinn. In der Fremde hingegen siegten die Berliner zum Auftakt bei Werder Bremen (4:1) und mussten sich den Top-Klubs FC Bayern München (3:4) und RB Leipzig (1:2) nur knapp geschlagen geben.

"Man muss sagen, dass es auswärts besser funktioniert hat, das wollen wir verändern", bemerkt Labbadia. "Dafür brauchen wir mindestens so eine Leistung, wie gegen Leipzig. Wir wollen unseren ersten Heimsieg!"

Ob Neuzugang Matteo Guendouzi (21) gleich in die Startelf rutscht, ließ der Hertha-Coach offen. Die Arsenal-Leihgabe konnte nach seiner Corona-Infektion diese Woche erstmals mit der Mannschaft trainieren. 

"Es ist schwer einzuschätzen, wo er genau ist. Das zeigt sich in den Spielen natürlich viel mehr, aber er macht bisher einen ordentlichen Eindruck. Man merkt, er hat Lust."

Für den Franzosen ist die Sache klar: er ist "zu 200 Prozent bereit", wie der 21-Jährige noch am Mittwoch selbst erklärt hatte. Auch sein Trainer ist froh wieder eine Option mehr für das zentrale Mittelfeld zu haben. Vermutlich wird der französische U21-Nationalspieler aber erstmal auf der Bank Platz nehmen müssen. 

Titelfoto: John Walton/PA Wire/dpa, Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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